Hamburg, Grünspan, 03.12.2005
von LoneReviewer.de am Sonntag, 4. Dezember 2005
"Momente der Wahrheit!"
Hamburg (a.j.) – "…und wieder einmal hat es ein Lone Reviewer geschafft, die Massen bei einem Konzertabend gewollt fern zu halten (siehe bitte gestartete Satire beim Konzertbericht zu Königwerq)!". Es scheint tatsächlich langsam Schule zu machen, gute Künstler in einer trauten Wohnzimmeratmosphäre auftreten zu lassen. Ähnlich wie bei Königwerq, neulich im extrem kleinen Hamburger Logo, hat sich auch an diesem Abend im etwas räumlicheren Grünspan wiederum nur eine zweistellige Anzahl – etwa 50 – Interessierter zusammengefunden, um sich der aufwühlenden Musik der kanadischen Newcomerin Martha Wainwright (29, Schwester von Kritiker-Darling Rufus Wainwright) zu frönen. Fast wären´s sogar nur 49 gewesen. (weiterlesen …)
Frankfurt, Jahrhunderthalle, 28.11.2005
von Thomas Stein am Montag, 28. November 2005
FRANKFURT (tms) – Einige Konzertbesucher waren wahrscheinlich über den frühen Beginn des Konzertes überrascht, denn Billy Idol gastierte in Frankfurt ohne Vorgruppe und begann um 20 Uhr das Konzert. Dieser doch ziemlich ungewöhnliche UmstandImage trug dazu bei, dass die Reihen im Innenraum noch nicht so stark besucht waren – sehr verwunderlich für ein ausverkauftes Konzert. Mit zunehmender Konzertdauer füllte sich die Jahrhunderthalle doch deutlich und spätestens gegen 21 Uhr waren auch die 5.000 Fans dort.
Aufgrund des oben genannten Umstandes war die Stimmung bei den ersten beiden Liedern noch etwas verhalten, doch als dann ziemlich früh im Konzert „White wedding“ gespielt wurde, war das Publikum voll bei der Sache und die Party konnte so richtig beginnen. (weiterlesen …)
Frankfurt, Jahrhunderthalle, 19.11.2005

von
Thomas Stein am
Sonntag, 20. November 2005

Foto: Tibolo
FRANKFURT (tms) – Schon auf dem Weg zur Jahrhunderthalle wurde deutlich – heute Abend findet etwas Großes statt. Als wir zur üblichen Zeit gegen 20 Uhr in Höchst ankamen, wurden wir von einer Autoschlange fast bis zur Autobahnabfahrt in Empfang genommen. Vor der Halle war der erste Parkplatz schon besetzt und der zweite wurde vier Autos vor uns geschlossen. Trotzdem ergatterten wir noch einen „VIP-Parkplatz“ direkt vor der Halle. Dies ließ schon einmal darauf schließen, dass das Publikum eher älter sein würde.
Durch diese ungeplante Verzögerung haben wir die Vorgruppe verpasst und hatten auch sonst nicht mehr viel Zeit vor dem Beginn des Hauptacts. Pünktlich um 21 Uhr betraten A-ha die Bühne und legten gleich mit der aktuellen Single „Celice“ los. Darauf folgten mit „Move to Memphis“ und „Stay on these roads“ ältere Werke, nach denen Magne das Publikum kundenfreundlich auf Deutsch begrüßte. Das weitere Konzert war eine bunte Mischung aus alten Hits und den Liedern aus dem neuen Album „Analogue“. (weiterlesen …)
Hannover, GIG, 05.11.2005
von Steffen Giering am Sonntag, 6. November 2005
Einmal Mond und Zurück

Foto: Steffen Giering
HANNOVER (mop) - Mitten im Herzen Hannovers liegt die Location "GIG – Lindener Freiheit" eine sehr aussergewöhnliche Location. Von Aussen sieht es aus wie ein Altbau aus frühester Zeit und wenn man durch die Türe getreten ist,
muss man erstmal in das 2. Obergeschoss hoch. Im Eingangsbereich befand sich der Merchstand an dem fleissig gekauft werden konnte. Oben im eigentlichen "Konzertsaal" angekommen, war eine richtig chillige Clubatmosphäre. Circa zehn Leute waren schon da, einige mehr sollten es aber noch werden.
Der kleine Raum konnte maximal 250 Leute fassen und war bei Beginn mit gut 100 Leuten eigentlich mittelmässig besucht.
Die 4 Jungs betraten die Bühne und spielten den Opener "Sentimento". Auch Jael kam auf die Bühne und begann zu singen. In den Augen der Besucher waren funkelnde Sterne. Es gab wohl Keinen, der nicht mit auf die Reise zum Mond mit der Band ging. (weiterlesen …)
Frankfurt, Sinkkasten, 01.11.2005

von
Thomas Stein am
Mittwoch, 2. November 2005

Foto: Thomas Stein
FRANKFURT (tms) – In der Schweiz gehören Lunik fast schon zu den Nationalhelden, doch hier in Deutschland ist die Band leider noch nicht allzu weit bekannt. Die „Eroberung“ des großen Nachbarn begann Ende letzten Jahres mit der Veröffentlichung ihres 2003 erschienenen Albums „Weather“ und drei Clubgigs in Deutschland. Im Frühjahr dieses Jahres folgte dann eine ausgiebigere Tournee im Vorprogramm von Liquido ( wir berichteten ) und jetzt sind sie auf ihrer ersten eigenen Deutschland-Tour. Passend dazu ist auch am 28.10.2005 ihr sensationelles Live-Album „Life is on our side“ hierzulande erschienen.
Damit soll es aber auch genug sein mit dem Gerede über die Herkunft der Band, obwohl dies auch immer gerne für Vergleiche herangezogen wird (z.B.: „Toblerone unter den Schweizer Gruppen“). Gute Popmusik kennt keine Grenzen und ihre musikalische Bandbreite von sehr getragenen Liedern aus der Triphop Vergangenheit bis hin zu fröhlich leichten Nummern, ohne dabei in die Banalität der meisten Hitparadenproduktionen zu verfallen, macht den Reiz dieser Band aus.
Der Konzertabend begann sehr ungewöhnlich: Auf der Bühne war nur das Equipment von Lunik zu sehen und eine Nachfrage an der Abendkasse bestätigte die Vermutung. Zu meiner Freude und wahrscheinlich der Freude aller Werktätigen spielte Lunik an diesem Abend ohne Vorgruppe. Dieser „Kaltstart“ führte dazu, dass es zunächst noch ein wenig Berührungsängste gab und sich der Großteil des Publikums nicht so richtig nach vorne traute. „Sentimento“ war ein gelungener Opener und danach animierte Sängerin Jael in ihrer charmanten Art das Publikum ein wenig näher zu treten „und das nächste Lied ist eigentlich perfekt dazu, um aufzustehen und nach vorne zu kommen und ein bisschen mit den Beinen zu wackeln und dem Hintern zu wackeln“. Gesagt, getan und „Go on“. (weiterlesen …)
Frankfurt, Jahrhunderthalle, 27.10.2005
von Thomas Stein am Freitag, 28. Oktober 2005
FRANKFURT (tms) - Oasis zählen wahrscheinlich zu den skandalreichsten Bands der jüngeren Rockgeschichte und regelmäßig tauchen Gerüchte bezüglich einer Trennung auf, da sich die beiden Brüder Liam und Noel Gallagher mal wieder in den Haaren haben. Um die Band ist es zwar ruhiger geworden, als in der zweiten Hälfte derImage Neunziger, in der die Britpop-Welle ihren Höhepunkt hatte. Dennoch veröffentlichen Oasis noch regelmäßig neue Alben und präsentieren diese live.
Beim gestrigen Konzert in der Frankfurter Jahrhunderthalle hatten sie ihr 2005er Album "Don't believe the truth" im Gepäck. Auch bei diesem Album präsentieren sie sich als gekonnte "Wiederaufbereitungsanlage", nahezu bei jedem Lied erkennt man Ähnlichkeiten zu fremden oder auch ältern Oasis Liedern. Dennoch schaffen sie es immer wieder auch bereits bekanntes als typischen Oasis-Song zu verpacken. (weiterlesen …)
Berlin, Postbahnhof, 26.10.2005
von Christian Bartnik am Donnerstag, 27. Oktober 2005
BERLIN (cb) - Dieser Konzertbesuch war von mir nicht 100%ig geplant, sondern kam mehr oder weniger begünstigt durch ein gewisses Internet-Auktionshaus. Jetzt im Nachhinein kann ich sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat und dass ich es nicht hätte missen wollen. Konnte dann auch noch eine Freundin überzeugen mitzukommen, die ebenfalls nicht enttäuscht wurde.
Gegen 19:25 begann der Einlass in die Location bzw. deren Vorraum. Von dort wurde dann umgehend die Tür zum eigentlichen Konzert-Raum geöffnet und das aus fast allen Altersklassen bunt gemischte Publikum konnte reinströmen. Dieser füllte sich recht schnell, so dass es überpünktlich mit dem Support Act Marlon losgehen konnte. Hatte ihn zu Anfang gar nicht erkannt, aber nach seiner Vorstellung konnte ich ihn einordnen. So wirklich überzeugen konnte er die Menschen nicht, was zum großen Teil auch an seinem Auftreten lag. Er spulte sein Programm ab, wies hin und wieder ein wenig lustlos auf seine kommenden Neuerscheinungen hin und verschwand wieder. Sicher, singen kann Marlon, nur die Performance hätte besser sein können. Aber für die Vorband sind wir ja nicht gekommen. (weiterlesen …)
Offenbach, Capitol, 10.10.2005
von Thomas Stein am Dienstag, 11. Oktober 2005

Foto: Thomas Stein
FRANKFURT/OFFENBACH (tms) - Während ihr 2003er Album "Storm" noch sehr ruhig, besinnlich und getragen war, klingt Heahter Nova auf ihrem 2005er Album "Redbird" doch wieder wesentlich fröhlicher und poppiger, was aber nicht mit oberflächlich gleich zu setzen ist. Eben mit jenem Album ist sie nach ein paar Open Air Auftritten im Sommer auf ausgeprägter Hallentournee. Gestern gastierte die hübsche 38jährige, die in 2004 ihr erstes Kind (Sebastian) zur Welt brache, im Offenbacher Capitol.
Im Gepäck hatte sie eine gelungene Mischung, die vor allem aus dem neuen Album "Redbird", dem Vorgängeralbum "Storm" und ihren beiden Erfolgsalben "Siren" (21 Wochen in den deutschen Charts) und "Oyster" (18 Wochen in den deutschen Charts) stammte. Die ersten beiden Lieder "Redbird" und "Heart and Shoulder", die eher im Mid- bis Uptempo-Bereich anzusiedeln sind, gaben gleich die Richtung für den Abend vor. Dieser sollte im ganzen "rockiger" werden als erwartet und bei Heather Nova auch schon live erlebt. Den letzten Ton von "Heart and Shoulder" zog sie so lang und sang dabei immer höher, dass er fast Glas zum Splittern gebracht hätte.
Nur ein paar Lieder später folgte mit "Walk this world" eines ihrer bekanntesten Lieder und das Offenbacher Publikum klatschte zum ersten Mal kollektiv im Takt, was bei Heather Nova durchaus nicht üblich war. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sprang der Funke von der Bühne ins Publikum über und ihre faszinierend schönen Stimme zog alle in ihren Bann. Dies spiegelte sich auch darin wieder, dass im Vorraum bei der Gastronomie während des gesamten Konzertes so gut wie niemand zu sehen war und Personen den Konzertsaal nur verlassen haben, wenn es unbedingt nötig war. (weiterlesen …)
Bonn, Museumsplatz, 02.09.2005

von
Thomas Stein am
Samstag, 3. September 2005
…oder eine Frau ist mit The Cure „on the road again“

Foto: Uwe Schott
FRANKFURT/KIRCHHEIM/BONN (tms, mkr) - Auch wenn die meisten jetzt durch den Untertitel der Überschrift verwirrt wurden, wird dies aufgelöst und besten fangen wir gleich mal damit an. Katie Melua betrat pünktlich um 20:15 Uhr die Bühne auf dem Museumsplatz in Bonn und begann mit dem Klassiker „On the road again“. Das Publikum, das erstaunlicherweise sehr gemischt war, ging vom ersten Moment mit und auch das war für diese Art der Musik ziemlich untypisch. Während eines Solo-Parts schüttelte sie ihre gewellte Mähne fast schon in Headbangermanier. Dies wurde auch während des dritten Titels konsequent durchgezogen als sie mit „Crawling up the hill“ einen ihrer Lieblingssongs spielte.
Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits das gesamte Publikum mit ihrer Stimme, die in ein elfenhaftes Kleid wie aus einer Fabelgeschichte gehüllt war, in ihren Bann gezogen. Um beim Thema Stimme zu bleiben, muss man attestieren, dass Katie Melua ihr „Instrument“ in Perfektion einzusetzen weiß. Ein Unterschied zwischen live und Studio war kaum zu erkennen, so klar war ihr Stimme an diesem Tag und auch das von ihr typische Langziehen bestimmter Töne meisterte sie mit Bravour. Dazu kommt ihre unglaubliche Begeisterung für die einzelnen Songs und man konnte sehr deutlich sehen, dass sie sich in ihnen direkt „verloren“ hat. Dies machte einen großen Faszinationsfaktor dieses Konzertes aus und es ist immer etwas besonderes, wenn Künstler wie Katie Melua in ihren Songs aufgehen, was zu einer ganz eigenen Stimmung bei Konzerten führt. (weiterlesen …)
Hamburg, Stadtpark, 17.08.2005
von LoneReviewer.de am Donnerstag, 18. August 2005
"Seeeeehr ordentlich!"
HAMBURG (a.j.) - Damit beginne ich mit einem Zitat eines anscheinend überzeugten Zuschauers, der sich hinter mir beim Hinausströmen aus dem Stadtpark ebenfalls den Weg in die Freiheit zu ebnen versuchte. Um 22.00 Uhr – pünktlich auf die Minute also – gingen mal wieder die blendenden Lichter und die störenden Musikbänder an und schickten uns plump heimwärts. Wie schön diese Location auch ist, wie sehr ich es auch geniesse bei schönem Sonnenschein und einem kühlen Bierchen und einer im Laufe des Abends eintretenden Dämmerung mich der dargebotenen Musik zu frönen;- Überraschungen werden im Vorwege jedes Mal im Keime erstickt!
"Wurde da vor Beginn von einem Roadie bereits ein Titel von den – auf dem Bühnenboden befestigten – Setlists mit einem Edding gestrichen ?!" (weiterlesen …)