DORTMUND/FRANKFURT (tms) - Was ist die perfekte Begrüßung, die sich eine Band wünschen kann, wenn das ganze Land in dem sie gastieren im Fußball-Fieber ist? Ganz einfach: Die La Ola geht mehrmals durch das Rund der ausverkauften Dortmunder Westfalenhalle. Anschließend standen zwei Stunden beste Unterhaltung auf die Programm, die keine Sekunde Zeit ließen, um überhaupt einen Gedanken an Fußball zu verschwenden. (weiterlesen…)
FRANKFURT (tms) – Wer in der Festhalle war, um den rockigen Bruce Springsteen der E-Street-Zeiten zu sehen, war völlig fehl am Platze. Wer sich aber auf das Experiment einließ, den „Boss“ beim Singen amerikanischer Volkslieder zu hören, der wurde mit einem großartigen Konzert belohnt, denn es basierte auf dem aktuellen Album „We shall overcame – The Seeger Sessions“. Wie auf dem Album bewegte sich das musikalische Spektrum von Folk über Blues und Jazz bis hin zu Gospels im Umfeld traditioneller amerikanischer Volksmusik. Der Albumtitel ist eine Widmung an Peter „Pete“ Seeger, der an der Harvard-Universität eine Sammlung von amerikanischen Volksliedern und Südstaaten-Blues zusammentrug, deren Songs Bruce Springsteen neu aufgenommen hat. (weiterlesen…)
16 Lieder + 12 Ansagen = 28 fröhliche Konzert-Highlights
Entertainerin Cara Dillon lässt selbst traurige Lieder positiv scheinen
HAMBURG (ah, aj, tms) – Schon nach der Ankündigung von „Black is the colour“ ist das Eis gebrochen. Das etwas spärlich besetzte Knust in Hamburg ist nach drei Liedern noch etwas unsicher, wie der Abend weiter verlaufen wird. Da hat Cara Dillon, der Star an diesem Abend auf der Bühne, den entscheidenden Einfall. Das Publikum applaudiert in die Ankündigung des schottischen Klassikers „Black is the colour“ hinein, dem Cara Dillon auf ihrem Debutalbum so viel neuen Glanz verliehen hatte, dass sie mit Preisen dafür ausgezeichnet wurde. „Oh, ihr kennt diesen Titel“ freut sich Cara ob des spontanen Applauses. „Dann könnt ihr ja auch mitsingen“ nimmt die Sängerin das Publikum gleich in die Pflicht. „Ihr hier vorne rechts singt die vierte Harmonie, ihr hier in der Mitte bis etwa dort singt ..“. Schweißperlen standen vielen im Publikum bereits auf der Stirn. Vierte Harmonie? Welcher Textteil? Und welche kleine Gruppe ist wofür zuständig? Als ein wahrer Schelm gibt sich Cara dann zu erkennen: „Nein, war ein Scherz“. Und von diesen gab es dann an diesem Abend diverse. 16 Lieder waren die Basis für ein tolles Konzert, 12 Ansagen waren dann aber die Krönung: 12 Geschichten um die Lieder oder die letzten Tourabende in Deutschland, jede gekrönt von mindestens einem Lacher. (weiterlesen…)
WIESBADEN/MAINZ (th) – Die Cardigans in Wiesbaden – wie geil. Die gemütliche Schlachthof-Atmosphäre direkt am Bahnhof mit ausreichend Parkmöglichkeiten bot in der letzten Zeit schon einigen nationalen und internationalen Künstlern Unterschlupf für Ihre Gastspiele. Hier verschlug es nun also die Cardigans in die hessische Landeshauptstadt. Und die Cardigans waren froh, wie sie später zugaben, den grässlichen Flughafen diesmal nicht sehen zu müssen. Doch zu den Cardigans später. (weiterlesen…)
BERLIN (tsa) – Ich war vorher noch in der Columbiahalle und war überrascht, dass der Saal recht klein war. Das Schöne aber war, dass man sozusagen im Halbrund um die Bühne herumstehen konnte (Sitzplätze gibt es dort nur für Schwerbehinderte etwas seitlich erhöht). Ein großer Teil war der Halle war mit dunklen Vorhängen abgehängt. Ich nehme mal an, dass sich dort weitere Ebenen befinden, in denen Zuschauer sitzen können, wenn dort keine Konzerte gegeben werden.
Alles in allem war ich aber über den Andrang überrascht: Kelly Clarkson ist zwar hierzulande schon bekannt, aber hat wohl immer noch den Ruf, ein Castingstar zu sein (wer verübelt es uns von DSDS & Co. gequälten Deutschen). Ich ahnte schon kurz nach ihrem American Idol Gewinn, dass sie ein „richtiger“ Star werden könnte, war aber nicht so wirklich sicher. (weiterlesen…)
FRANKFURT (tms) – Exakt eine Woche nachdem Xavier Naidoo in Berlin den Echo als bester nationaler Künstler gewonnen hatte, kehrte der 34jährige Soul-Sänger an seine alte Wirkungsstätte zurück. Den Grundstein seiner Karriere legte die Zusammenarbeit mit dem Rödelheimer Plattenlabel 3p und schließlich 1997 die Single „Freisein“ von Sabrina Setlur, bei der er erstmals einem größeren Publikum vorgestellt wurde. Heute, nach fast 10 Jahren unermüdlichen Schaffens, haben sich die Vorzeichen gedreht. Die letzte Sabrina Setlur Tour wurde abgesagt und Xavier Naidoo füllt mit der „Du bist am Leben interessiert“-Tour die größten Hallen der Republik.
Wie schon bei anderen Stationen der Tournee, war auch in Frankfurt die Halle restlos ausverkauft, durch zwei Wellenbrecher im vorderen Bereich des Innenraums wurde das Publikum weiter nach hinten gedrückt als üblich. Da die Show fast drei Stunden lang war, begann sie pünktlich um 20 Uhr ohne Vorgruppe. (weiterlesen…)
FRANKFURT (tms) – Beim Konzert in der Jahrhunderthalle agierte die ungekrönte Königin der leisen Töne ungewohnt energiegeladen – man könnte es auch schon rockig nennen. Die Jahrhunderthalle war bis auf den letzten Platz voll und im Vergleich zu reinrassigen Rockkonzerten stand das Publikum nicht so eng, so dass gerade im Innenraum die Fans wesentlich weiter in Richtung Hallenrand standen als in der Halle üblich.
Von daher war es ausgesprochen vorteilhaft, dass links und rechts der Bühne eine Videowand hing, die ausschließlich für die Konzertbilder verwendet wurden. Die komplette Bühnenrückwand verzichtete auf große Lichteffekte, aber dafür liefen dort bei manchen Liedern vollflächig Animationen und Filmszenen zur Untermalung der Lieder. (weiterlesen…)
Foto: Thomas SteinNachdem die Fans gut an- und aufgeheizt sowie auf- und angeheitert waren und zusehends unruhiger wurden, betrat die Band mit etwas Verspätung dann endlich 21:20 Uhr die Bühne.
Die bekannten Stammmusiker von den bisherigen fünf Studioalben zwängten sich auf der kleinen Bühne zwischen den mitgebrachten Gerätschaften hindurch an ihre mittlerweile so vertrauten Arbeitsplätze. Robert "Robban" Qwarforth setzte sich an die Keyboards & Hammond Orgel, Thomas Axelsson schnallte sich den Bass um, Peter "Korre" Korhonen nahm hinter dem Schlagzeug Platz und Lars "Lasse" Halapi stand als Fels in der Brandung mit der ersten seiner Gitarren als Chefdirigent am linken Bühnenrand. Nachdem diese Hürde der Sortierung genommen war (und ein kurzer Blick nach rechts erfolgte), war die Szenerie vorbereitet und es konnte schon losgehen. Dem Schutz ihrer Männer gewiss, betrat alsdann Sophie Zelmani die Bühne (mit einem Buch, welches ich als ihre Songtexte interpretierte, falls sie diese spontan vergessen sollte). Das war der erste kritische Moment, denn es gab selbstverständlich Szenenapplaus bei ihrem Auftritt, bei dem ich erst mal die Luft anhielt. Achtung: Reheffekt! (weiterlesen…)
Berlin (M.M.) - Das Mega-Event des Winters schlechthin: Der Start der Welttournee der Rockgiganten Alice Cooper und Deep Purple. Sozusagen als Superschnäppchen: "Zwei zum Preis von einem".
Da wir durch unseren Radiosender vorgewarnt worden sind, begaben wir uns frühzeitig zum Konzert, so dass wir pünktlich zum Einlass um 19:30 Uhr an der Max Schmeling Halle waren. Trotz des plötzlich eingetretenen Schneefalls und der dann nur durch zwei Eingänge geöffneten Halle konnte unsere Vorfreude nicht verschneit werden. Glücklicherweise hatten die Einlasser dann doch noch Mitgefühl und öffneten weitere Türen. So stürmten auch wir in das Innere der Halle. Die Zeit reichte gerade noch um die Jacken abzugeben (für die Glücklichen, die eine hatten…) und um ein Bier zu holen. Mit dem frisch gezapften Bier in der Hand und überlegend, in welche Richtung sich unser Trupp nun bewegen sollte, erklangen in unseren Ohren urplötzlich die ersten Töne von der Bühne. (weiterlesen…)
Foto: Thomas SteinFRANKFURT/MAINZ (tms) – Was erwartet man von einem Konzert von einer Künstlerin deren momentan größter Hit das Titellied zu einer Telenovela ist und hitparadengerecht von Guy Chambers und Enrique Iglesias geschrieben wurde? Glücklicherweise kannte ich ja neben dieser Hit-Single auch das komplette aktuelle Album „Beautiful Intensions“, das Melanie Chisholm auf ihrem eigenen Plattenlabel „Red Girl Records“ herausgebracht hat und folgendes Motto beherzt hat: Mehr Gitarre als früher! Somit hoffte ich natürlich mehr auf ein Rock-Konzert als eine Pop-Show.
Allein die Ausstattung auf der Bühne ließ meine Hoffnungen schon in Erfüllung gehen. Akustische und elektrische Gitarren en Masse – das klassische Equipment für ein Rockkonzert. Der Größe der Location angepasst gab es auch keine Projektionen, Videoleinwände oder ähnliches und selbst auf einen Banner an der Bühnenrückwand wurde verzichtet.
Pünktlich auf die Minute (wie sollte es in Mainz auch anders sein) betrat Mel C um 21 Uhr in in-Stiefel-gesteckte Jeans und einem lila-blauen Satin-Top die Bühne. Gleich zu Beginn spielte sie von zwei akustischen Gitarren begleitet „Beautiful intensions“, das ich wie auf dem Album eher mit E-Gitarren erwartet hätte. Auch die weiteren Lieder am Anfang der Show wurden mehr oder weniger akustisch begleitet und stammten alle aus dem gleichnamigen Album. (weiterlesen…)


