Friday, 10. February 2012

Frankfurt, Alte Oper, 28.10.2006
PASS Late Year Benefiz 2006 @ Frankfurt, Alte Oper, 28.10.2006Foto: Thomas Stein

FRANKFURT (tms) – Unter dem Motto „Hessen unerhört“ fand gestern Abend in der Frankfurter Alten Oper das PASS Late Year Benefiz 2006 statt. Vornehmlich Künstler aus der Rhein-Main-Region sorgten an diesem außergewöhnlichen Abend dafür, dass insgesamt 20.000 € bedürftigen Kindern in der Region zu Gute kamen.

Zum vierten Mal seit 2003 fand dieses Benefizkonzert statt und stand in diesem Jahr unter dem Motto „Hessen unerhört“ ganz im Zeichen von „Musik aus Rhein-Main“. Das Konzerte bewies eindrucksvoll, dass die Region ein so breites musikalisches Spektrum beheimatet, so dass es keiner internationalen Größen bedarf, um ein sehr abwechselungsreiches Programm auf die Beine zu stellen.

Eröffnet wurde der Abend von der "Funky Style Coalition", die fester Bestandteil des PASS Late Year Benefits sind und mit zwölf Vollblutmusikern „Funk vom Feinsten“ spielen. Die Lead-Gitarre spielte Gerhard Rienecker, Vorsitzender der Geschäftsleitung der PASS Consulting Group. Seine Liebe zur Musik ist bestimmt auch ein Grund, warum es diese Veranstaltung überhaupt gibt – uns Musikfans soll es Recht sein. (weiterlesen…)

Hannover, capitol, 28.09.2006
Madsen @ Hannover, Capitol, 28.09.2006Foto: Steffen Giering

HANNOVER (mop) – Bei bescheidenen 20°C am lauen Donnerstagabend stand an der roten Ampel vorm Schwarzen Bär ein Kleinbus, gefüllt mit alternativen Jugendlichen. Doch was da aus dem Kleinbus dröhnte, machte schon ein wenig Angst. Da sangen die doch glattweg über die Verabschiedung der Logik. Ist die Jugend denn jetzt völlig durch den Wind?

Nun gut, die Passanten in gediegenem Alter denken sich ihren Teil und gehen kopfschüttelnd weiter.

Doch der eingefleischte Musikliebhaber kennt den Text natürlich. Klar, das waren diese 5 Jungen aus den Wendland, diese Atomkraftgegner, wie hießen sie denn nur!?

Klar, da kann es nur eine Band geben. Wenn dann auch noch hunderte Jugendliche, mit dem Therapeuten an der Hand, durch Hannover flitzen, ist es wieder soweit.

Madsen ist in der Stadt und will die nächste Location stürmen. Im vergangenem Jahr eroberten sie ja bereits das Musikzentrum und in der AWD Hall rockten sie als Support von Wir sind Helden. (weiterlesen…)

Frankfurt, Union Halle, 21.09.2006
Camouflage @ Frankfurt, Union Halle, 21.09.2006Foto: Thomas Stein

FRANKFURT (tms) – Die deutsche 80er Jahre Synthie-Pop Legende „Camouflage“ hat drei Jahre nach ihrem Comeback mit „Sensor“ kürzlich das Album „Relocated“ veröffentlicht und ist damit derzeit auf Tour. In Frankfurt führte ihr Weg in die Union Halle, die sich wieder einmal als Schmuckkästchen für Konzerte präsentierte.

Von ihren Anfängen bis heute hängt der Vorwurf der „deutschen Antwort auf Depeche Mode“ wie ein Damoklesschwert über der Band, der in kaum einen Konzertbericht oder einer Albumrezension fehlt. Den Vergleich würde jede Band treffen, die einen ähnlichen Stil wie der Platzhirsch für sich gefunden hat. Dank ihrer beiden Mega-Hits „The Great Commandment“ und „Love is a shield“ war es nicht verwunderlich, dass die Band fast jedem in der Generation 30 plus im Vorfeld des Konzertes ein Begriff ist. (weiterlesen…)

Darmstadt, Centralstation, 06.09.2006
Klee @ Darmstadt, Centralstation, 06.09.2006Foto: Thomas Stein

DARMSTADT (tms) – Mit „Zwischen Himmel und Erde“ der Kölner Band Klee steht seit August die dritte „schrille Rille“ – O-Ton Sängerin Suzie – in den Plattenläden. Zeitlich passend starteten sie gestern in der Centralstation in Darmstadt ihre gleichnamige Tour. Was liegt zwischen Himmel und Erde? Luft. Zwei Stunden lang präsentierten Sie ihre luftig-leichten Pop-Songs, die mitunter zum Träumen einluden und wenig Platz für Schwermut ließen.

Ebenso unterhaltsam wie die Musik an sich waren an diesem speziellen Abend auch die verbalen Einlagen zwischen den Songs. Die Band schien sich in Darmstadt sehr heimisch zu fühlen. Sängerin Suzie Kerstgens bekundete während des Konzertes, dass es in der Centralstation fast wie im Wohnzimmer sei. Daher wurde zwischen den Songs innerhalb der Band und mit dem rund vierhundertköpfigen Publikum in familiärer Atmosphäre diskutiert, dass die Pausen länger waren als mancher Song und zwangsläufig die rhetorische Frage „Habt ihr genügend Zeit mitgebracht?“ folgen musste.

An „Zu anderen Ufern“ und der aktuellen Single „Die Stadt“ schloss sich die erste längere Rede an. Es wurde der 6:0 Zwischenstand des EM-Qualifikationsspiels zwischen Deutschland und San Marino durchgegeben und das Verhältnis von Fußball und Populärmusik mit dem zwischen Pfeffer und Salz verglichen. Das Stichwort „Salz“ brachte Suzie noch dazu ein Märchen zu erzählen, das wiederum die grandiose Überleitung zum Thema „Liebe“ und dem nächsten Song „Tausendfach“ war. (weiterlesen…)

Mainz, Zitadelle, 15.07.2006
Wir sind Helden @ Mainz, Zitadelle,15.07.2006Foto: Thomas Hageleit

MAINZ (th/tms) - Bereits zum zweiten Mal spielten Wir sind Helden ein Open Air auf der Zitadelle in Mainz. Während der Vorgruppen "Home of the Lame", die Freude der Helden aus Berlin sind, und "We are Scientists" aus New York war auf der Bühne der rückwärtige Vorhang leicht durchsichtig, so dass man wunderschön den Mainzer Dom dahinter sah. Leider wurde kurz vor dem Auftritt der Helden ein Banner "Wir sind Helden" aufgehängt, der nicht durchsichtig war, und uns so leider dieses atmosphärische Schmankerl für den weiteren Abend verwehrt blieb.

Aus Larmschutzgründen und wie es bei Open Air Konzerten in Stadtgebieten mittlerweile üblich ist, musste um 22 Uhr Feierabend sein und somit mussten auch die Helden recht früh um 20:35 Uhr auf die Bühne. Glücklicherweise war die Bühne so ausgerichtet, dass die untergehende Sonne nicht blendete.

Die Band präsentierte sich sehr gut gelaunt und uns bis auf den Babybauch merkte man Frontfrau Judith Holofernes die Schwangerschaft nicht an – hüpfen, singen, spielen, tanzen, Schabernäcke… alles war dabei. Nach der obligatorischen "Guten Tag"-Bergrüßung folgte auch schon "Zuhälter", bei dem Jean während seines Gitarren-Solo das etwas niedrig gelegener Podest vor der Bühne zum ersten Mal nutze. (weiterlesen…)

Bad Nauheim, Eisstadion, 16.06.2006
Die Happy @ Eisstadion, Bad NauheimFoto: Thomas Stein

FRANKFURT/BAD NAUHEIM (tms) –Das Konzert von Die Happy am Freitagabend im Bad Nauheimer Eisstadion war das musikalische Highlight des 3. Jugendkirchentages der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in Bad Nauheim und Friedberg. Unterstützt wurde die Band von „Crushead“, „d:projekt“ und „Stillleben“ und trotz dieser Anzahl von Bands startete Die Happy nur mit zehn Minuten Verspätung.

Die Teilnehmer des Jugendkirchentages hatten automatisch Zutritt zu der Veranstaltung und darüber hinaus gingen Karten auch in den normalen Verkauf. Dies schien aber nur sehr wenigen bekannt gewesen zu sein, denn das Publikum bestand eigentlich ausschließlich aus den 13 bis 18Jährigen Jugendkirchtagsteilnehmern. Leider war das weite Oval des Bad Nauheimer Eisstadions nicht sonderlich gefüllt. Auf den Tribünen saßen nur vereinzelt Personen, aber im Innenraum versammelten sich ein paarhundert Jugendliche, die von Anfang an ordentlich für Stimmung sorgten und im Vergleich zu Hallenkonzerten nur die „Springerfraktion“ anwesend war. Eine kleinere Location wie die Batschkapp in Frankfurt wäre problemlos voll gewesen. (weiterlesen…)

Offenbach, Stadthalle, 11.05.2006
Foto: Wolfgang (djanga.de)

OFFENBACH/FRANKFURT (tms) – Aus einem reinen Studioprojekt hat sich über die letzten Jahre einer der renommiertesten Live-Künstler des Landes entwickelt. Alles begann mit einem einmaligen Konzert in Hamburg und jetzt präsentierte Schiller alias Christopher von Deylen den aktuellen Longplayer „Tag & Nacht“ in der Offenbacher Stadthalle.

Durch die Präsenz von verschiedenen hochkarätigen Gastsängerinnen- und sängern bei den Studioproduktionen stellt sich im Vorfeld eines Konzertes immer die Frage, welcher dieser Stars wird anwesend sein. Am Vortag in Düsseldorf waren, wegen der Aufzeichnung der Tour-DVD, selbstverständlich alle inkl. Thomas D. und fast schon Schiller All-Star Peter Heppner dabei, aber in Offenbach fielen sowohl Line-Up als auch Spieldauer etwas kürzer aus.

Bei einer Spieldauer von gut zwei Stunden wurde auf eine Vorgruppe verzichtet. Christopher von Deylen thronte am linken Bühnenrand auf einem Podest hinter seinen Keyboards. Vis-a-vis war mit dem Briten Cliff Hewitt ein Schlagzeuger an den E-Drums, der mit einer enormen Spielfreude zu Werke ging. Die Mischung zwischen elektronischem und klassischem Schlagzeug auf der Bühne portiert den typischen Schiller-Sound sehr gut vom Studio in die Konzertsäle. Weiterhin gehörten zu den Instrumentalisten der Bassist Tissy Thiers, der Gitarrist Mickey Meinert und Christian Kretschmar an den Keyboards. Durch den Einsatz der traditionellen elektrisch verstärkten Instrumente ist der Live-Sound dem Rock wesentlich stärker verbunden als die Studio-Versionen. (weiterlesen…)

Offenbach, Capitol, 07.05.2006
Silbermond (Offenbach)Foto: Thomas Stein

OFFENBACH/FRANKFURT (tms) – "Heiß, heißer, Silbermond!" Unter diesem Motto stand die Show der Silbermonde im restlos ausverkauften Capitol in Offenbach. Zwei Stunden lang galt die von der Band selbst herausgegebene Parole: Spaß haben und eine gute Zeit verbringen! Die Playlist umfasste eine ausgewogene Mischung aus ihrem Debüt-Album "Verschwende Deine Zeit" und dem neu zu präsentierenden Nummer Eins-Album "Laut gedacht", dessen Lieder auch schon in der Studioversion wesentlich rockiger klingen, als die ihres Erstlingswerkes. Dennoch legen Silbermond bei Konzerten noch einmal eine Schippe nach und sie haben nicht umsonst den Comet 2005 in der Kategorie "Bester Live Act" gewonnen.

Um kurz vor neun wurde es dunkel in der Halle und man sah nur einen großen weißen Vorhang, der die Bühne verdeckte. Nach und nach wurden verschiedene Motive darauf projiziert und die Band nutzte die Zeit, um sich dahinter zu versammeln. Sängerin Stefanie Kloß stand dabei auf Schlagzeughöhe, leuchtete mit einer Lampe von hinten an den Vorhang und fragte in die Halle „Ist da draußen irgendjemand?“. Der Vorhang fiel und das Publikum bekam, wie es ein Freund so schön kommentierte, "gleich voll auf die Ohren". (weiterlesen…)

Darmstadt, Centralstation, 08.02.2006

TAKE ME DOWN TO THE DARMSTADT CITY

Die Happy @ Centralstation, DarmstadtFoto: Thomas Stein

FRANKFURT/DARMSTADT (tms) – Diesen Konzertbericht werde ich ungewöhnlicherweise mit etwas Geographischem beginnen. Hessen scheint für die Band ein gutes Pflaster zu sein, denn in eben in der Centralstation wurde auch im Dezember 2003 die Live & Alive DVD von Die Happy aufgenommen. Außerdem konnte am Langener Waldsee der Fluch des letzten Konzertes nach eigenem Bekunden der Band gebannt werden. Nun waren sie wieder hier in der Gegend und Marta musste während des Konzertes anmerken, dass man sich in Darmstadt immer betrunken fühlt, obwohl sie noch gar nichts getrunken hatte. Es ist doch einfach schön, wenn das Publikum eine Band berauschen kann. Somit war auch die wichtigste Vorraussetzung für ein gutes Konzert gegeben: Die Band und das Publikum waren gut drauf.

In doppelter Hinsicht war es mein zweites Konzert: Es war mein zweites Die Happy Konzert (für fünf hatte ich schon Karten) und es war das zweite in der Centralstation. Nach den Erfahrungen bei New Model Army dachte ich nicht, dass ich ein großer Freund dieser Halle werden würde, aber Die Happy haben mich eines besseren belehrt. Die Bühne war größer, denn Marta braucht schließlich auch einen gewissen Aktionsradius, und es war nicht „batschkappmäßig“ überfüllt. Bei einem fast ausverkauften Konzert sollte wenigstens dem Publikum in manchen Ecken Platz zum Leben bzw. verschnaufen gelassen werden. Aus dieser Sicht war das Konzert gestern perfekt. (weiterlesen…)

Mainz, Rheingoldhalle, 23.11.2005

FRANKFURT/MAINZ (tms) – Pünktlich um 21 Uhr betraten die Helden zu „No more heroes“ von den Stranglers die Bühne der ausverkauften Rheingoldhalle, um das Publikum für gute eineinhalb Stunden wunderbar zu unterhalten. Das tolerante Mainzer Publikum nahm es der Band auch nicht übel, dass sie zunächst über Hessen redeten. Später bekamen sie aber noch die Kurve und fragten, ob sie noch ein paar Witze über die Frankfurter machen sollen.

Das Gespür für schöne und eingängliche Melodien, das die Helden schon auf Platte auszeichnen, transportieren sie auch in ihre Live-Show und es sorgt für einen immensen Spaßfaktor bei dem Konzert. Der Konzertgenuss wurde in der Rheingoldhalle leider durch den nicht so guten Sound an vielen Stellen der Halle getrübt und gerade das Gesprochene war teilweise nicht verständlich. Trotzdem steigerte sich die Stimmung von Lied zu Lied und gerade einige spontane Aktionen trugen ebenfalls dazu bei. (weiterlesen…)