Saturday, 31. July 2010

Mainz, Volkspark, 06.07.2007
Eva Briegel von Juli @ Mainz, Zeltfestival, Volkspark, 06.07.2007Foto: Thomas Stein

MAINZ (tms) – Das Mainzer Zeltfestival gehört im Sommer zu den Veranstaltungsreihen der gehobenen Sorte. Dabei reicht das musikalische Spektrum von Jazz über Blues bis hin zu Pop und Rock. Am 06. Juli 2007 standen nun die Gießener Band Juli und die Berner Band Lunik auf dem Spielplan.

Juli hatten vor zwei Jahren schon einmal einen Versuch unternommen, auf dem Zeltfestival zu spielen, doch dieses Unterfangen wurde damals durch die große Nachfrage nach Konzertkarten verhindert und das Konzert kurzerhand auf das Messegelände verlegt. Diesen Sommer aber verlief alles planmäßig und der Auftritt fand im Zelt statt.

Eröffnet wurde der Konzertabend durch die Schweizer Band „Lunik“ um die charismatische Frontfrau Jael. Im Frühjahr noch auf eigener Tour durch Deutschland, begleiteten Sie Juli bei zwei Konzerten in diesem Sommer. Da sich die Bands von einer gemeinsamen Österreich-Tournee kannten, durften Lunik eine Dreiviertelstunde lang das Publikum für die (fast noch) Lokalmatadoren eröffnen. War Frontfrau Jael auf der eigenen Tour im Frühjahr noch gesundheitlich etwas angeschlagen, tat es nun gut, sie wieder in voller Aktion auf der Bühne zu erleben. (weiterlesen…)

Giessen, Schiffenberg, 18.05.2007
Jonas Pfetzing von Juli @ Giessen, Schiffenberg, 18.05.2007Foto: Thomas Hageleit

GIESSEN (tms) – Es ist nicht das erste Mal, dass wir über ein Juli-Konzert berichten und über die aktuelle Tour haben wir schon geschrieben und das ist gerade einmal vier Monate her. Dennoch lohnt sich ein erneuter Bericht, denn die Vorzeichen deuteten etwas Besonderes an: Das erste Heimspiel der Julis in ihrer Heimatstadt Giessen seit drei Jahren.

Die Vorfreude bei den Fans war groß und im Fanforum wurden vor Konzertbeginn schon unzählige Beiträge zu diesem Thema verfasst. Das Publikum war auf den großen Tag vorbereitet, obwohl – nicht ganz. Einen Wehmutstropfen gab es: So pittoresk und stimmungsvoll die Kulisse in der Klosterdomäne Schiffenberg war, so beschwerlich war es den Weg dorthin zu finden. Obwohl es eine Pressemittelung bezüglich des Shuttlebus-Services zum Veranstaltungsort gab, waren die Informationen für Auswärtige nicht ganz nachzuvollziehen und wegen des großen Andrangs wurde auch dort genannte Haltestellen gar nicht mehr angefahren. Alternativen zu den Bussen waren somit nur noch Taxen oder die eigenen Füße. Doch Petrus schien es an dem Abend gut mit der Band zu meinen. Kein Wölkchen am Himmel und somit konnte eine der ersten Open Air Veranstaltung dieses Sommers bei milden Temperaturen über die Bühne. Beatplanet und vor allem „Virginia Jetzt“ brachten die 6.000 angereisten Fans, von denen geschätzt jeder Zehnte zur Juli-Entourage gehörte, entsprechend in Stimmung. Von jung bis alt waren alle Altersgruppen vertreten und alle einte die Begeisterung für ihre lokalen Helden. (weiterlesen…)

Frankfurt, Mousonturm, 16.04.2007

FRANKFURT/MAINZ (th/tms) – Es ist die ausgiebige Abschiedstournee der Blumfelds – keiner mag das so recht wahrhaben, aber trotzdem sind die Konzerte ausverkauft, die Stimmung gespannt, aber trotzdem fröhlich, immerhin geben sich die Herren noch einmal die Ehre, und so versprach der Abend Unterhaltung auf höchstem Niveau… und hielt das auch ein.

Wer kam, um eine ausführliche Erklärung der Trennung oder Informationen über die Zukunft der einzelnen Bandmitglieder zu erhalten wurde ebenso enttäuscht wie der, der damit rechnete, dass sich hier in Selbstmitleid gesuhlt wurde. Weder auf Seiten des Publikums, noch auf der Bühne gab es diese Tendenzen. Im Gegenteil: Es sah für den unbeteiligten Beobachter wie ein ganz normales Konzert aus. Mit ausgesprochen guter Stimmung. Einzig die Länge des Konzertes und die Zusammenstellung der Setlist könnten ein Indiz dafür gewesen sein, dass es kein gewöhnlicher Abend war. (weiterlesen…)

Neu-Isenburg, Hugenottenhalle, 13.04.2007
Ina Müller© Foto: Mathias Bothor

FRANKFURT (tms) – Wenn ein Album „Weiblich, ledig, 40“ heißt, dann stellt sich unwillkürlich die Frage, ob ich dort richtig oder fehl am Platz bin. Unweigerlich spuken Assoziationen zu anderen Filmtiteln wie „Allein unter Frauen“ oder die von hr3 bekannte „männerfeindliche Frauengruppe Hofgeismar“ durch den Kopf.

In der virtuellen Pressemappe steht aber: „Deshalb, ganz gleich ob weiblich, ledig, 40 oder männlich, verheiratet, 30 oder verwitwet und 70: Gehen und hören Sie hin!“ Das machte Mut und ab nach Neu-Isenburg. Vor der Hugenottenhalle zeichnet sich dann ein deutliches Bild ab: Frauen waren in der Überzahl und Männer wurden höchstwahrscheinlich „mitgeschleift“ – Männer alleine waren die Seltenheit.

Recht pünktlich um kurz nach acht begann das Konzert ohne Vorgruppe direkt mit der Single „Bye, bye, Arschgeweih“. Die Band war unisono mit schwarzen Hemden und Jeans bekleidet und die Backgroundsängerinnen mit grünen Oberteilen und dunklen Hosen. Ina Müller war komplett schwarz gekleidet und trug eine Weste mit Rüschen darüber sowie eine schwarze Schlaghose. Ein sehr stimmiges Bild zu der Musik aus dem Hause Ramond, der auch für die Musik hinter Annett Louisan und Roger Cicero verantwortlich ist. (weiterlesen…)

Aschaffenburg, Colos-Saal, 28.03.2007
Marta Jandová von Die Happy  @ Aschaffenburg, Colos-Saal, 28.03.2007Foto: Thomas Stein

DARMSTADT/FRANKFURT (tms) – Ein Quartal ist vorüber und „Die Happy“ gastierten im Rahmen des zweiten Abschnittes der „No nuts no glory“-Tour erneut im Rhein-Main-Gebiet – im Dezember noch in der Centralstation und gestern Abend im Colos-Saal in Aschaffenburg, der ca. ein Drittel so groß wie die Centralstation ist. Genau diese Tatsache, dass man die Band sowohl in größeren Hallen oder bei Open Airs aber auch in kleinen Hallen mit Clubatmosphäre erleben kann, macht sie so sympathisch.

Wir finden uns also im Colos-Saal in Aschaffenburg ein und als Vorgruppe haben sie wie bei Frühjahrstour 2006 wieder „Disgroove“ aus der Schweiz dabei. Die Band spielt solide Rockmusik und diese solide Leistung verleitet dazu, sich irgendwann einen Tonträger dieser Combo zuzulegen. Entgegen der Information auf der Homepage des Konzerthauses begann die Band nicht um 21 Uhr, sondern war schon längst am Spielen und das Colos-Saal war schon sehr gut gefüllt.

Nach weniger als einer halben Stunde Umbaupause begann „Die Happy“ um Viertel vor zehn. Die Playlist wurde gegenüber der Weihnachtstour nicht sonderlich verändert und die Eckpunkte blieben gleich. Neu im Programm war ein Medley aus „Sleeping Time“, „Leaving You“ und „Go For It“. Nach mittlerweile fünf Alben kann die Band aus einem großen Fundus schöpfen und viele Lieder würde man gerne (wieder) live hören. Da ein Konzert aber zeitlich beschränkt ist, macht solch ein Medley durch Sinn und vor allem Spaß. (weiterlesen…)

Frankfurt, Cooky's, 29.01.2007
Fotos @ Frankfurt, Cooky's, 29.01.2007Foto: Thomas Stein

FRANKFURT (tms) – Früh, zu früh, war ich vor dem Cooky’s. Der Einlass hatte noch gar nicht begonnen und auf der Straße warteten fast ausschließlich weibliche Teenager. Erste Zweifel kamen in mir auf und ich fragte mich, worauf ich mich da eingelassen hatte? Das ältere Publikum kam einfach ein wenig später und am Ende war auch die Mischung innerhalb der Zuhörer so, wie ich sie für ein amtliches Rockkonzert erwartet hatte.

Die Vorgruppe "Porous" machte einen soliden Job und anschließend bauten Fotos selbst ihre Instrumente auf, da auf Grund der Größe der Bühne alles komplett umgebaut werden musste. Um kurz vor elf hatte das Warten ein Ende und Fotos begannen das Konzert.

Gleich als zweites Lied spielten sie „Komm zurück“ und damit war die Kontaktbogen für den Abend entwickelt: Rock pur, der schnörkellos nach vorne treibt. Wie schon auf der CD neigt der energiegeladene Gesang von Tom Hessler ins Hysterische zu gelangen. Trotzdem stolpern und fallen die Songs nicht nach vorne über, sondern werden immer durch eine Melodie und den nächsten Liedteil gerettet bzw. aufgefangen. (weiterlesen…)

Mainz, Phönixhalle, 21.01.2007
Eva Briegel von Juli @ Mainz, Phönixhalle, 21.01.2007Foto: Thomas Hageleit

MAINZ (tms) – Der Tourauftakt zur „Ein neuer Tag“-Tour von Juli fand am Vortag im beschaulichen Olsberg im Sauerland statt. Dies hatte den Charme, dass die Band die Halle mehrere Tage in Beschlag nehmen konnte. Als zweite Station stand gestern Mainz auf dem Tourplan.

Früh, sehr früh, begann das Konzert. Manche Besucher vertrauten auf die „20 Uhr Vorgruppe – 21 Uhr Hauptact“-Regel und selbst Journalisten wurde im Vorfeld dieser zeitliche Ablauf mitgeteilt. Diese Leute hatten leider Pech gehabt, den um kurz nach 20 Uhr begannen die Julis ihr Programm.

Ebenso ungewöhnlich wie der frühe Beginn war auch, dass die erfolgreiche erste Single-Auskopplung „Dieses Leben“ aus ihrem zweiten Album „Ein neuer Tag“ als Opener diente und das Lied nicht bis zur Zugabe aufgehoben wurde.

Es folgte „Du nimmst mir die Sicht“ und der Songtitel war teilweise Programm in der Phönixhalle, die aus allen Nähten platzte. Selbst vor den Türen zum Saal bildeten sich Menschentrauben und innen hatte ich teilweise Probleme, die Akteure auf der Bühne zu sehen. Ein Ausnahme stellte Schlagzeuger Marcel Römer dar, denn sein Schlagzeugpodest war außergewöhnlich hoch. (weiterlesen…)

Darmstadt, Centralstation, 19.12.2006
Marta Jandová von Die Happy  @ Darmstadt, Centralstation, 19.12.2006Foto: Thomas Stein

DARMSTADT/FRANKFURT (tms) – „Die Happy“ sind eine der rastlosesten Bands, die Deutschland zu bieten hat. Wenn sie gerade nicht auf Tour sind, dann entstehen neue Songs. Im Februar dieses Jahres gastierten sie noch mit „Bitter to better“ in der Centralstation und nur zehn Monate später und diversen Festival-Auftritten im Sommer kamen sie gestern mit dem neuen Album „No nuts no glory“ zurück nach Darmstadt.

Die sich selbst als "Scheisscombo" bezeichnende Eislinger Punkband "Itchy Poopzkid" heizte ein. Ungefähr 40 Minuten lang machten sie mit solidem Punkrock der Centralstation Feuer unterm Hintern. Sie versprühten viel Spaß auf der Bühne, machten Witze über sich selbst und der Tausch der Gitarren gehörte ebenfalls zum Programm. Über die Jahre hört und sieht man viele schlechte Vorgruppen, die beim Konzert mit Desinteresse gestraft werden. Nicht so bei den "Poopzkids": Hinter der dritten Reihe tanzte ein gutes Dutzend Pogo und beim Finale sprang die halbe Centralstation mit. Verabschiedet wurden sie mit lauten Zugabe-Rufen, doch diese wurden durch die eingeschaltete Hallenbeleuchtung unterbrochen. (weiterlesen…)

Berlin, Studio Berlin Adlershof, 25.11.2006

feat. das deutsche Filmorchester Babelsberg

Überraschungen, Überraschungen und jede Menge Chaos

BERLIN (l.j.) – Serendipity. Durch einen glücklichen Zufall bekam ich aus heiterem Himmel eine Karte für diese interessant betitelte Veranstaltung. So wurde ich Zeuge eines tollen, neudeutsch "Crossover-Konzert" genannten Bühnenspektakels. Selbstverständlich wurde auch hier das Rad nicht neu erfunden, denn es gab ja schon jede Menge Projekte, bei denen bekannte Rock/Pop-Künstler mit einem klassischen Orchester gemeinsam auf der Bühne standen; eben die bekannte Alternative zu einer Unplugged-Session einer Band. Dennoch: Die Lieder von Annett Louisan einmal in einem anderen Gewand zu hören war schon sehr interessant.
Aber bevor es soweit war, hatten sich unabhängig von einander die BVG und der Konzertorganisator noch so einiges einfallen lassen, um diesen Abend wirklich als einzigartig ins Gedächtnis jedes Besuchers einbrennen zu lassen. (weiterlesen…)

Mainz, Phönixhalle, 12.11.2006
Silbermond @ Mainz, Phönixhalle, 12.11.2006Foto: Thomas Hageleit

MAINZ (th) - Wie kann man als Nicht-Silbermond-Fan einen Konzertbericht über ein Silbermond-Konzert anfangen? Vielleicht so: Silbermond haben gerockt. Definitiv. Da gibt es nichts dran zu rütteln.

Silbermond sind die Meister der großen und kleinen Gesten, die man sofort versteht. Der Mitt-Vierziger in der Mitte der Halle mit seiner Frau, die Teenies vorne, die zwischen "Thoommmaaaass" und "Nooowwiiiii"-Rufen hin und wieder auch der Musik zuhören und den Gesten Aufmerksamkeit widmen, aber auch den Leuten dazwischen, die sich fest vorgenommen haben, einen wunderschönen Abend zu erleben. Jeder von Ihnen wird am Ende mindestens eine Stelle im Konzert nennen können, die für ihn selbst die allerschönste Stelle war. Für mich war das "Meer sein" – ich mag dieses Lied.

Die Show fing schon mit einer Geste an. "Laut gedacht in…" wurde auf den weißen Vorhang projeziert gefolgt von einem Foto der Monde auf der Theodor-Heuss-Brücke in Mainz stehend und gehend – im Hintergrund der Landtag, das Schloss und – gut zu erkennen – das gelbe Stadt-Schild von Mainz. Das ist eine so unglaublich einfache und wirklich gute Idee, dass man lauthals losjubeln will. Prompt sind selbst die letzten Zweifler Freunde und legen all ihre Barrieren ab. Silbermond sind jetzt in Mainz, und sie sind unsere Freunde (im Grunde ist das die Weiterführung des Stadtnamen-auf-den-Arm-schreiben-Gedankens – Chapeau!). (weiterlesen…)