Hamburg, Downtown Bluesclub, 26.03.2008
von LoneReviewer.de am Montag, 21. April 2008
“Live zeitgenössisch traditionell und ungemein wertvoll!“
“Now we are playing some Delta Blues-Slide…” kündigte Aynsley Lister ein Stück in der Mitte des Auftritts an und ergänzte schmunzelnd, daß es sich hierbei wohl eher um einen abgesonderten englischen Stil handelte. Überhaupt bot der der groben Masse gegenüber noch immer recht unbekannte Brite wieder verschiedenartige Ausprägungen eines Blues, der alle alten aber auch modernen Geschmäcker zu treffen vermochte, wenn er ihn – wie hier – live und ungewaschen serviert. Der Listersche mit Rock- und Popelementen modernisierte Bluessound, der sich zwischen Radiotauglichkeit und Traditionellem einfärbt, sich dabei jedoch nicht – etwa aus Überlebensangst – wie ein Chamäleon der zeitgemäßen Umgebung anpasst, aber auch keineswegs übertrieben altbacken klingt, lockte an diesem Abend Jung und Alt, in Gruppe oder allein im Landhaus Walter erscheinend, heran. (weiterlesen…)
Hamburg, Downtown Bluesclub, 12.10.2005
von LoneReviewer.de am Donnerstag, 13. Oktober 2005
HAMBURG (a.j.) - Das erste Mal im Bluesclub, ein Volltreffer auf die Zwölf! 2 Bands, 3 Stunden Nettospielzeit Blues-Jazz-Rock für Euro 13,50 brutto, Erlebnisgarantie inbegriffen! Ich wiederhole (insbesondere für Chris Martin): "3 Stunden, 13,50 Euro !!!"
Aber machen wir´s nicht am Preis fest, dass dieser Konzertabend in meiner persönlichen Hitliste (vorbei an Fleetwood Mac) auf Platz 3 katapultiert. Dieser lange, aber alles andere als langweilige Abend zeigte einem gnadenlos und unausweichlich auf, wie völlig überzogen doch so manches Emporheben von "nur wenigen" sogenannten "Ausnahme"-Gitarristen ist. Aynsley Lister, schon lange kein Nachwuchsgitarrist mehr, und Greg Koch – der scheinbar schon im Mutterleib seine durchweg verspielten Griffe einübte – liessen so manch hochgelobten Saitenvirtuosen der alten Zeit (in etwa der scheinbar unantastbaren Riege Claptons, Santanas und Townshend) aus der ehrwürdigen Hall of Fame hinabsteigen, um den Unbekannten ihrer Gilde respektzollend die Hand zu schütteln. (weiterlesen…)