Offenbach, Stadthalle, 02.11.2007
von Thomas Stein am Dienstag, 6. November 2007

Foto: Thomas Stein
FRANKFURT (tms) – Die Kaiser Chiefs gehören zu den Bands, mit denen ich Mitleid habe. Neben Rihanna’s „Umbrella“ gehört „Ruby“ ganz klar zu den Hitsingles 2007 und üblicherweise verschwinden Bands mit so einem ubiquitären Hit später aus der breiten öffentlichen Wahrnehmung. So stellt sich vor dem Konzert die Standortfrage: Sind sie hierzulande noch der Newcomer mit einem Super-Hit oder wie in England schon eine mit diversen Preisen ausgezeichnete etablierte Rockband?
Die Zuschauerzahl in Offenbach beantwortete die Frage nicht, denn daran gemessen müsste man sie irgendwo dazwischen einordnen. In der Überschrift der Offenbach Post heißt es „Gastspiel vor halb gefüllten Rängen“, aber ganz so schlimm war es nicht. Bei diesem Bild denkt man bei der stadionkompatiblen Musik der Kaiser Chiefs zunächst an leer wirkende Fußballarenen, doch es waren lediglich weite Teile des Rangs abgehängt und die Flanken waren nicht bis in den letzten Winkel gefüllt. Von daher war die Halle angenehm gefüllt, aber nicht überfüllt. Es war also alles dafür bereitet, eine ausgelassene Party zu feiern. (weiterlesen…)
Offenbach, Stadthalle, 11.05.2006

von
Thomas Stein am
Montag, 22. Mai 2006
OFFENBACH/FRANKFURT (tms) – Aus einem reinen Studioprojekt hat sich über die letzten Jahre einer der renommiertesten Live-Künstler des Landes entwickelt. Alles begann mit einem einmaligen Konzert in Hamburg und jetzt präsentierte Schiller alias Christopher von Deylen den aktuellen Longplayer „Tag & Nacht“ in der Offenbacher Stadthalle.
Durch die Präsenz von verschiedenen hochkarätigen Gastsängerinnen- und sängern bei den Studioproduktionen stellt sich im Vorfeld eines Konzertes immer die Frage, welcher dieser Stars wird anwesend sein. Am Vortag in Düsseldorf waren, wegen der Aufzeichnung der Tour-DVD, selbstverständlich alle inkl. Thomas D. und fast schon Schiller All-Star Peter Heppner dabei, aber in Offenbach fielen sowohl Line-Up als auch Spieldauer etwas kürzer aus.
Bei einer Spieldauer von gut zwei Stunden wurde auf eine Vorgruppe verzichtet. Christopher von Deylen thronte am linken Bühnenrand auf einem Podest hinter seinen Keyboards. Vis-a-vis war mit dem Briten Cliff Hewitt ein Schlagzeuger an den E-Drums, der mit einer enormen Spielfreude zu Werke ging. Die Mischung zwischen elektronischem und klassischem Schlagzeug auf der Bühne portiert den typischen Schiller-Sound sehr gut vom Studio in die Konzertsäle. Weiterhin gehörten zu den Instrumentalisten der Bassist Tissy Thiers, der Gitarrist Mickey Meinert und Christian Kretschmar an den Keyboards. Durch den Einsatz der traditionellen elektrisch verstärkten Instrumente ist der Live-Sound dem Rock wesentlich stärker verbunden als die Studio-Versionen. (weiterlesen…)
Offenbach, Capitol, 07.05.2006

von
Thomas Stein am
Samstag, 13. Mai 2006

Foto: Thomas Stein
OFFENBACH/FRANKFURT (tms) – "Heiß, heißer, Silbermond!" Unter diesem Motto stand die Show der Silbermonde im restlos ausverkauften Capitol in Offenbach. Zwei Stunden lang galt die von der Band selbst herausgegebene Parole: Spaß haben und eine gute Zeit verbringen! Die Playlist umfasste eine ausgewogene Mischung aus ihrem Debüt-Album "Verschwende Deine Zeit" und dem neu zu präsentierenden Nummer Eins-Album "Laut gedacht", dessen Lieder auch schon in der Studioversion wesentlich rockiger klingen, als die ihres Erstlingswerkes. Dennoch legen Silbermond bei Konzerten noch einmal eine Schippe nach und sie haben nicht umsonst den Comet 2005 in der Kategorie "Bester Live Act" gewonnen.
Um kurz vor neun wurde es dunkel in der Halle und man sah nur einen großen weißen Vorhang, der die Bühne verdeckte. Nach und nach wurden verschiedene Motive darauf projiziert und die Band nutzte die Zeit, um sich dahinter zu versammeln. Sängerin Stefanie Kloß stand dabei auf Schlagzeughöhe, leuchtete mit einer Lampe von hinten an den Vorhang und fragte in die Halle „Ist da draußen irgendjemand?“. Der Vorhang fiel und das Publikum bekam, wie es ein Freund so schön kommentierte, "gleich voll auf die Ohren". (weiterlesen…)
Offenbach, Capitol, 10.10.2005
von Thomas Stein am Dienstag, 11. Oktober 2005

Foto: Thomas Stein
FRANKFURT/OFFENBACH (tms) - Während ihr 2003er Album "Storm" noch sehr ruhig, besinnlich und getragen war, klingt Heahter Nova auf ihrem 2005er Album "Redbird" doch wieder wesentlich fröhlicher und poppiger, was aber nicht mit oberflächlich gleich zu setzen ist. Eben mit jenem Album ist sie nach ein paar Open Air Auftritten im Sommer auf ausgeprägter Hallentournee. Gestern gastierte die hübsche 38jährige, die in 2004 ihr erstes Kind (Sebastian) zur Welt brache, im Offenbacher Capitol.
Im Gepäck hatte sie eine gelungene Mischung, die vor allem aus dem neuen Album "Redbird", dem Vorgängeralbum "Storm" und ihren beiden Erfolgsalben "Siren" (21 Wochen in den deutschen Charts) und "Oyster" (18 Wochen in den deutschen Charts) stammte. Die ersten beiden Lieder "Redbird" und "Heart and Shoulder", die eher im Mid- bis Uptempo-Bereich anzusiedeln sind, gaben gleich die Richtung für den Abend vor. Dieser sollte im ganzen "rockiger" werden als erwartet und bei Heather Nova auch schon live erlebt. Den letzten Ton von "Heart and Shoulder" zog sie so lang und sang dabei immer höher, dass er fast Glas zum Splittern gebracht hätte.
Nur ein paar Lieder später folgte mit "Walk this world" eines ihrer bekanntesten Lieder und das Offenbacher Publikum klatschte zum ersten Mal kollektiv im Takt, was bei Heather Nova durchaus nicht üblich war. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sprang der Funke von der Bühne ins Publikum über und ihre faszinierend schönen Stimme zog alle in ihren Bann. Dies spiegelte sich auch darin wieder, dass im Vorraum bei der Gastronomie während des gesamten Konzertes so gut wie niemand zu sehen war und Personen den Konzertsaal nur verlassen haben, wenn es unbedingt nötig war. (weiterlesen…)