Neu-Isenburg, Hugenottenhalle, 16.05.2009

von
Thomas Stein am
Montag, 18. Mai 2009

Foto: Thomas Stein
Für den Samstagabend gab es gestern zwei musikalische Alternativen. Im Fernsehen lief der Eurovision Song Contest und in der Hugenottenhalle spielte Christina Stürmer. Im Klartext heißt das: Skurrile Musikdarbietungen aus ganz Europa, der tausendste Aufguss von „osteuropäische Folklore meets Sex-Appeal und Dancefloor“ und sehr häufig „Germany: Zero Points“ gegen solid Rockmusik.
Im Vergleich zu 2007, als Christina noch in der (deutlich größeren) Phoenixhalle in Mainz auftrat, wurden gestern in der Hugenottenhalle kleine Brötchen gebacken. Zum einen ist die Halle kleiner und zum anderen war der hintere Teil unter der Galerie abgetrennt. Trotzdem müssten geschätzt 1500 Personen dort gewesen sein und das Altersspektrum ging von Kindern bis zum Altrocker, der attestieren musste, dass „die richtig geil abgehen“ und es richtig gute Musik ist. Dieses Treffen der Generationen zeigte mal wieder wie gut jung und alt gemeinsam feiern können. (weiterlesen …)
Neu-Isenburg, Hugenottenhalle, 05.03.2009
von Thomas Stein am Freitag, 6. März 2009

Foto: Thomas Stein
Wegen großer Nachfrage wurde das Konzert der Chartstürmerin Katy Perry von der Batschkapp in die Hugenottenhalle nach Neu-Isenburg verlegt. Trotz der Konkurrenz am gleichen Abend mit Peter Fox in der Jahrhunderthalle und Annett Louisan in der Alten Oper war die Hugenottenhalle fast ausverkauft. Wie vorherzusehen war, besuchten viele Kinder das Konzert, aber der ältere Teil des Publikums bestand nicht nur aus den anwesenden Erziehungsberechtigen.
Um viertel vor Zehn begann Katy Perry das Konzert. Da sie für ihre schrillen Outfits bekannt ist, darf an dieser Stelle auch ein Blick über den musikalischen Tellerrand geworfen werden. Gestern Abend trug sie ein luftiges, weißes Shirt mit einem schwarzen BH darunter, Nietengürtel, rote Glitzerleggins, die schwarzen Haare wurden mit einem schwarzen Stirnband fixiert. Dieser Look erinnerte an die frühen Tage von Nena und somit passte er zu den 80er-Anleihen ihrer Musik. Ebenso gut passten ihre Armbewegungen beim Tanzen in das gerade skizzierte Retro-Bild. (weiterlesen …)
Frankfurt, Batschkapp, 02.03.2009
von Thomas Stein am Dienstag, 3. März 2009
Als letzten Herbst Robyn als Support für Madonna in Frankfurt war, wurde ihr nicht viel Aufmerksamkeit entgegen gebracht, denn als sie auftrat, füllte sich das Waldstadion noch. Ganz anders sollte es nun bei ihrer Clubtour sein. Zuerst war das Konzert für das Nachtleben angesetzt und wegen der großen Nachfrage in die mehr als doppelt so große Batschkapp verlegt. Obwohl es noch Tickets an der Abendkasse gab, war die Batschkapp sehr gut gefüllt, ohne zur Sardinendose zu werden, wie es bei ausverkauften Konzerten gerne der Fall ist.
Nachdem in der Vorwoche die Konzerte in Hamburg und Berlin wegen Krankheit ausgefallen waren, war es in Frankfurt nun das Auftaktkonzert zu der ursprünglich fünf Konzerte umfassenden Clubtour. (weiterlesen …)
Frankfurt, Nachtleben, 08.01.2009

von
Thomas Stein am
Montag, 26. Januar 2009

Foto: Thomas Stein
Die Newcomer von Luxuslärm waren zum ersten Mal in Frankfurt und da ihr Debütalbum „1000 km bis zum Meer“ etliche Runden in meinem CD-Player gedreht hat, war die Vorfreude auf das Konzert groß. Obwohl das Konzert zwar von hr3 präsentiert wurde, fand man auf deren Homepage zwar die Vorschau, allerdings ohne Bandfoto. Außerdem wusste ich auch nicht, ob die Single in unseren Breiten im Radio gespielt wird oder nicht und wie die Promotion für das Konzert aussah. Es gab schließlich auch schon Fälle, in denen ein Konzert von einem Radiosender präsentiert wurde und der Sender trotz vorheriger Zusage die Band nicht gespielt hat.
Deshalb hatte ich schon die Befürchtung, dass es im Nachtleben nicht sehr voll werden und das Publikum ein bis zwei Meter Respektabstand zur Bühne halten würde. Genau das Gegenteil war aber der Fall. Eine halbe Stunde nach Einlass war das Nachtleben schon sehr gut gefüllt und es sollte bis zum Konzertbeginn noch voller werden. (weiterlesen …)
Mainz, KUZ, 21.12.2008

von
Thomas Stein am
Mittwoch, 7. Januar 2009

Foto: Thomas Stein
Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und traditionell gab es dann auch wieder eine Dezember-Tour von Die Happy. Glücklicherweise machen sie auch immer Station im Rhein-Main-Gebiet und somit klingt das Jahr mit einer unterhaltsamen Party aus. Obwohl die Band mit dem neuen Album VI schon im Frühjahr und Herbst auf Tour war und dabei auch in der Region zwei Mal Station machte, das fast ausverkaufte KUZ in Mainz sehr gut besucht. Wer bei Die Happy einmal Blut geleckt hat, kommt einfach gerne wieder zu Konzerten.
Da es nicht der erste Die Happy-Konzertbericht hier bei Music-is-live.de ist und wir auch schon von der aktuellen Tour berichtet haben, war die interessanteste Fragestellung vor dem Konzert, wie sich die Setlist gegenüber der Tour im Frühjahr verändert haben würde. Vorweg sei gesagt: Es hat sich einiges geändert, aber bestimmte Elemente sind auch gleich geblieben und werden sich vermutlich in näherer Zukunft auch nicht ändern. (weiterlesen …)
Frankfurt, Commerzbank-Arena, 09.09.2008
von Thomas Stein am Sonntag, 14. September 2008
Eine von drei Deutschlandkonzerten der "Queen of Pop" war in der Commerzbank-Arena und in Scharen pilgerten die Fans dorthin. Das Stadion war gut gefüllt, aber ausverkauft war die Veranstaltung nicht. In den Presseberichten schwankt die Zuschauerzahl zwischen 40.000 und 50.000 und die Wahrheit wird vermutlich irgendwo dazwischen gelegen haben. Zumindest lichteten sich im Innenraum die Reihen erst hinten bei den Ständern für die Beschallung der Gegenkurve.
Über zwei Dinge sollte man sich vor Abend im Klaren gewesen sein: 1.) Solch eine Veranstaltung ist mehr ein Event und eine Show als ein Konzert und 2.) ist ein Stadion kein Konzertsaal wie z.B. die Alte Oper. (weiterlesen …)
Hanau, Amphitheater, 30.08.2008
von Thomas Stein am Mittwoch, 3. September 2008
Dieses Jahr feiern die Rodgau Monotones ihren 30. Geburtstag und passend dazu musste es auch ein großes Jubiläumskonzert geben. Für diesen Zweck suchten sie sich mit dem Amphitheater im Schlosspark Philippsruhe in Hanau einen würdigen Ort aus.
Selbstverständlich war das Konzert ausverkauft und nach den Erfahrungen mit den letzten Jubiläumskonzerten durfte auch in Hanau wieder mit einigen Gästen auf der Bühne gerechnet werden. Im Vorfeld sickerte nur durch, dass Anne Haigis und Türzuessieht dabei sein würden. Außerdem konnte davon ausgegangen werden, dass Henni Nachtsheim den "Harvey" zum Besten geben würde.
Um halb Acht war noch eine lange Schlange vor dem Einlass, obwohl das Areal unter dem Zeltdach schon gut gefüllt und auch bei den Speise- und Getränkeständen ebenfalls ordentlich Betrieb war. (weiterlesen …)
Darmstadt, Centralstation, 13.07.2008
von Thomas Hageleit am Dienstag, 22. Juli 2008
In der bereits seit Wochen ausverkauften Centralstation in Darmstadt begann der Einlass pünktlich um 19.04 Uhr, und auch sonst verlief der Abend fast vollständig, wie ein Clueso-Fan es sich nur erträumen könnte.
Die Vorgruppe XYZ spielte englischsprachigen… ja, was war es? Rock? Vielleicht. Interessant? Bestimmt. Aber mitreißend? Leider (noch) nicht. ich hatte das Gefühl, dass diese Band noch sehr jung ist. Zwar schienen das eigene (oder sehr unbekannte gecoverte) Lieder zu sein, die aber den rechten Kick bei mir noch nicht auslösten. Ebenso das Erscheinungsbild der Musiker, die Kleidung, wirkte etwas zu bemüht, noch nicht lässig und stimmig. Allerings könnte die Zeit und die Erfahrung dieser Band gut tun, und somit ist es sicherlich ein ganz ganz wichtiger Schritt in ihrer Karriere, wenn diese Band von Clueso mitgenommen wird auf diese Tour (passend zu Cluesos Text "ich kann dich wenn du willst gern ein Stück mitnehm'. Und wir fahr'n los von jetzt auf gleich, wenn du dich traust"). (weiterlesen …)
Frankfurt, Festhalle, 10.05.2008
von Thomas Stein am Sonntag, 11. Mai 2008
Die 39-Jährige Australierin Kylie Minogue hat schon alle Höhen und Tiefen des Musikbusiness miterlebt, aber seit ihrem Comeback im Jahr 2000 ist sie aus der Popmusik nicht mehr wegzudenken. Im Herbst 2007 erschien ihr mittlerweile zehntes Studioalbum „X“und am 6. Mai 2008 startete die KYLIEX2008-Europatournee, die gestern Station in Frankfurt machte. Es ist die bisher aufwändigste Show der Künstlerin und die Kosten dafür werden auf mehr als zehn Millionen britische Pfund (12,6 Millionen Euro) geschätzt. Laut Presseberichten besteht ihr Tourtross aus 16 Lastwagen, 8 Tourbussen, 40 Tonnen Material und einer 250-köpfigen Crew.
Dem Veranstalter wird es bei diesen Kosten vermutlich Bauchschmerzen bereiten, wenn in Frankfurt wie schon am Tag zuvor die Hallen nur zu etwa zwei Dritteln gefüllt waren. Für die Fans war das Konzert dafür umso entspannter, da im Innenraum auf den Einsatz von Ellenbogen verzichtet werden konnte. Damit sich von der Bühne aus ein optisch ansprechendes Bild ergab, wurde im letzten Drittel des Innenraums eine Zusatztribüne aufgestellt. (weiterlesen …)
Mainz, Frankfurter Hof, 09.05.2008
von Thomas Hageleit am Sonntag, 11. Mai 2008
Wir sind Helden begaben sich mit Ihrer Lesung zum eigenen Buch mit dem Titel "Informationen zu Touren und anderen Einzelteilen" in den Frankfurter Hof in Mainz, und schienen – trotz wirklich positiver Aufnahme bei sämtlichen vorangegangenen Konzerten in dieser Stadt – unsicher ob der zu erwartenden Reaktion der Leute auf diese Lesung zu sein. So konnte man direkt beim ersten Lied die Erleichterung und Freude feststellen, die den Helden ins Gesicht geschrieben stand, als das Publikum sofort und lauthals mitklatschte und -sang. Judith war so begeistert, dass sie noch während des ersten Liedes Stagediving machen wollte, die allerdings "weil sie keine Hose an habe" nicht tat (sie trug einen Rock). Moment – Lesung… und "erstes Lied"? Wie passt das denn zusammen? Fangen wir also Vorne an:
Der Saal ist voll, die Lesung ausverkauft. Gegen 20 Uhr kommen die 4 Helden auf die Bühne, am Lesepult mit 4 Lampen, 4 Mikrofonen und 8 Wasserflaschen vorbei zu Ihren Instrumenten und Gesangsmikrofonen. Und Judith versucht sofort klarzustellen: Dies ist zwar eine Lesung, aber beginnen möchten sie mit etwas, das sie noch häufiger tun. Polas nicht ins Mikrofon gesprochenes "… dir ein Kind machen" verhallt fast ungehört im Raum, auf der Bühne wird allerdings darüber gelacht und in den ersten Reihen vernimmt man ebenfalls den Satz "Das fängt ja gut an". Nun begannen die Helden also, unplugged (die Bezeichnung ist natürlich irreführend, die Mikros und Instrumente waren sehr wohl eingestöpselt, allerdings spielte man eben mit "akustischen" Instrumenten) zwei Lieder zu spielen und setzten sich anschließend an das Lesepult. Bevor es losging, wurde noch eine inoffizielle Kalauer-Meisterschaft losgetreten. (weiterlesen …)