FRANKFURT (tms) – Ketzerisch müsste man sagen, dass sich die – zumindest körperlich kleine – Joss Stone feiern ließ wie eine Große. Selbst die Ordner gingen davon aus, dass Frau Stone zwischen 21:00 und 21:30 Uhr auf die Bühne kommen würde. Fast eine Stunde dauerte die Pause nach der zweiten Vorgruppe „Something Sally“ bis schließlich um 21:40 Uhr das Konzert richtig losging. Während der Wartezeit war die Stimmung im Mozartsaal des Rosengartens fast am kippen. Aus zunächst erwartungsvollem Klatschen und Rufen wurde mit der Zeit immer mehr ein Pfeifen und Buhen.
Dieser aufkommende Unmut war aber schnell vergessen, als das Konzert losging. Während des ersten Liedes „Girl they won’t believe it“ trug sie einen bläulichen – salopp formuliert – „Deppenzylinder“ wie man ihn von Volksfesten oder aus Fußballstadien kennt. Dieser geschmacklichen Verirrung setzte sie aber nach nur einem Lied ein Ende und enthüllte ihre Haarpracht. Augenscheinlich wurden aus lila Locken nun glatte, schwarze Haare. Neben einer grauen Hose mit Hosenträgern trug sie als Oberteil nur einen hinten geschnürten, blauen durchsichtigen Hauch von Nichts. (weiterlesen…)

