Saturday, 19. May 2012

Frankfurt, Mousonturm, 21.11.2005

MISTER CONGENIALITY FÜHLTE SICH WIE 1990

Phillip Boa and the Voodooclub @ Mousonturm, FrankfurtFoto: Thomas Stein

FRANKFURT (tms) – Die Tourneen zu Phillip Boas vorigen Alben, die ohne Mitwirkung von Pia Lund entstanden sind, hatte ich nicht verfolgt und so war es 1996, dass ich den Voodooclub das letzte Mal gesehen habe.

Ähnlich meiner Tourabstinenz waren Lieder aus dieser „Solo-Zeit“ bis auf „Rome in the rain“ gar nicht auf der Playlist vertreten. Stattdessen wurde auf dem Konzert fast eine 50:50 Mischung aus Klassikern aus Boas Hochphase Anfang der Neunziger und dem aktuellen „Decadence & Isolation“ gespielt.

In einer Kritik zum neuen Album stand „Lange klang deutscher Indierock nicht mehr so zeitgemäß“ und Phillip Boa ließ während des Konzertes verlauten, dass er sich wie 1990 fühle. Diesen Brückenschlag der Zeiten vollbrachten die Akteure bravurös und das Publikum feierte enthusiastisch mit, denn fast bis zu den ersten Stufen im Mousonturm wurde gesprungen und Pogo getanzt. (weiterlesen …)

Frankfurt, Jahrhunderthalle, 19.11.2005
A-ha @ Jahrhunderthalle, FrankfurtFoto: Tibolo

FRANKFURT (tms) – Schon auf dem Weg zur Jahrhunderthalle wurde deutlich – heute Abend findet etwas Großes statt. Als wir zur üblichen Zeit gegen 20 Uhr in Höchst ankamen, wurden wir von einer Autoschlange fast bis zur Autobahnabfahrt in Empfang genommen. Vor der Halle war der erste Parkplatz schon besetzt und der zweite wurde vier Autos vor uns geschlossen. Trotzdem ergatterten wir noch einen „VIP-Parkplatz“ direkt vor der Halle. Dies ließ schon einmal darauf schließen, dass das Publikum eher älter sein würde.

Durch diese ungeplante Verzögerung haben wir die Vorgruppe verpasst und hatten auch sonst nicht mehr viel Zeit vor dem Beginn des Hauptacts. Pünktlich um 21 Uhr betraten A-ha die Bühne und legten gleich mit der aktuellen Single „Celice“ los. Darauf folgten mit „Move to Memphis“ und „Stay on these roads“ ältere Werke, nach denen Magne das Publikum kundenfreundlich auf Deutsch begrüßte. Das weitere Konzert war eine bunte Mischung aus alten Hits und den Liedern aus dem neuen Album „Analogue“. (weiterlesen …)

Frankfurt, Sinkkasten, 01.11.2005
Lunik @ Sinkkasten, FrankfurtFoto: Thomas Stein

FRANKFURT (tms) – In der Schweiz gehören Lunik fast schon zu den Nationalhelden, doch hier in Deutschland ist die Band leider noch nicht allzu weit bekannt. Die „Eroberung“ des großen Nachbarn begann Ende letzten Jahres mit der Veröffentlichung ihres 2003 erschienenen Albums „Weather“ und drei Clubgigs in Deutschland. Im Frühjahr dieses Jahres folgte dann eine ausgiebigere Tournee im Vorprogramm von Liquido ( wir berichteten ) und jetzt sind sie auf ihrer ersten eigenen Deutschland-Tour. Passend dazu ist auch am 28.10.2005 ihr sensationelles Live-Album „Life is on our side“ hierzulande erschienen.

Damit soll es aber auch genug sein mit dem Gerede über die Herkunft der Band, obwohl dies auch immer gerne für Vergleiche herangezogen wird (z.B.: „Toblerone unter den Schweizer Gruppen“). Gute Popmusik kennt keine Grenzen und ihre musikalische Bandbreite von sehr getragenen Liedern aus der Triphop Vergangenheit bis hin zu fröhlich leichten Nummern, ohne dabei in die Banalität der meisten Hitparadenproduktionen zu verfallen, macht den Reiz dieser Band aus.

Der Konzertabend begann sehr ungewöhnlich: Auf der Bühne war nur das Equipment von Lunik zu sehen und eine Nachfrage an der Abendkasse bestätigte die Vermutung. Zu meiner Freude und wahrscheinlich der Freude aller Werktätigen spielte Lunik an diesem Abend ohne Vorgruppe. Dieser „Kaltstart“ führte dazu, dass es zunächst noch ein wenig Berührungsängste gab und sich der Großteil des Publikums nicht so richtig nach vorne traute. „Sentimento“ war ein gelungener Opener und danach animierte Sängerin Jael in ihrer charmanten Art das Publikum ein wenig näher zu treten „und das nächste Lied ist eigentlich perfekt dazu, um aufzustehen und nach vorne zu kommen und ein bisschen mit den Beinen zu wackeln und dem Hintern zu wackeln“. Gesagt, getan und „Go on“. (weiterlesen …)

Frankfurt, Jahrhunderthalle, 27.10.2005

Oasis @ Jahrhunderthalle, FrankfurtFRANKFURT (tms) - Oasis zählen wahrscheinlich zu den skandalreichsten Bands der jüngeren Rockgeschichte und regelmäßig tauchen Gerüchte bezüglich einer Trennung auf, da sich die beiden Brüder Liam und Noel Gallagher mal wieder in den Haaren haben. Um die Band ist es zwar ruhiger geworden, als in der zweiten Hälfte derImage Neunziger, in der die Britpop-Welle ihren Höhepunkt hatte. Dennoch veröffentlichen Oasis noch regelmäßig neue Alben und präsentieren diese live.

Beim gestrigen Konzert in der Frankfurter Jahrhunderthalle hatten sie ihr 2005er Album "Don't believe the truth" im Gepäck. Auch bei diesem Album präsentieren sie sich als gekonnte "Wiederaufbereitungsanlage", nahezu bei jedem Lied erkennt man Ähnlichkeiten zu fremden oder auch ältern Oasis Liedern. Dennoch schaffen sie es immer wieder auch bereits bekanntes als typischen Oasis-Song zu verpacken. (weiterlesen …)

Frankfurt, Hessischer Rundfunk, 22.10.2005

Die Lolita wird erwachsen!

Annett Louisan @ hr, FrankfurtFoto: Thomas Stein

FRANKFURT (tms/mkr) – Heute waren wir Gäste eines sehr speziellen Konzertes, für das man keine Eintrittskarten käuflich erwerben konnte. Ab dem 15.10.2005 konnte man bei hr3 im Programm in verschiedenen Sendungen jeweils zwei Karten gewinnen, bis die Kapazität von ca. 100 Zuhörern erreicht war. Für dieses ausgewählte Publikum fand am 22.10.2005 ein exklusives Konzert im Studio 2 des Hessischen Rundfunks statt, welches in der folgenden Woche auch im Radio ausgestrahlt werden soll. Somit zählte dieses Konzert zu einem von acht Showcases bei Radiostationen, die sie im Rahmen der Promotion für ihr neues Album „Unausgesprochen“ spielte.

Zwischen 19.00 und 19.45 Uhr sollten die Gewinner am Haupteingang des Hessischen Rundfunks erscheinen, wo sie gegen Vorlage von Personalausweis oder Führerschein ihre VIP-Anhänger erhielten. Nach kurzer Wartezeit wurde gegen 19.40 Uhr das Studio für die Gäste geöffnet und laut vorheriger Ankündigung sollte das Konzert pünktlich um 20.00 Uhr beginnen.

Kurz vor Beginn betrat hr3-Urgestein Werner Reinke die Bühne, begrüßte das Publikum und erklärte kurz ein paar Spielregeln für den Abend. Anschließend folgte die würdevolle, mit Adjektiven gespickte Ankündigung für die Künstlerin des Abends. Die einzige Panne des Abends widerfuhr Werner, da er beim Verlassen der Bühne das Cello umstieß. (weiterlesen …)

Frankfurt, IG-Farben-Haus, 02.10.2005

Die Rodgau Monotones und Glashaus & Friends feierten mit

Rock zu Hessens 60. GeburtstagFoto: Thomas Stein

FRANKFURT (tms) - Der 02. Oktober 2005 war der Tag der Geschichte, Kultur und Musik im Rahmen der Feierlichkeiten der Landesregierung zum 60. Geburtstag Hessens. Es fand ein großes Jubiläumsfest im Frankfurter IG Farben-Haus statt, das abends mit „Rock zu Hessens 60. Geburtstag“ ausklang. Somit wurde der Festsaal des Casino-Gebäudes kurzerhand zum Konzertsaal umfunktioniert. Durch das Programm führte auf seine charmant, eigenwillige Art der aus der hr-Sendung „Late Lounge“ bekannte Michi Herl.

Diese musikalische Geburtstagsfeier eröffnete um 19:30 Uhr das „Neue Frankfurter Schulorchester“, das in seiner Musik klassische Elemente, Rock, Klamauk und tiefen Ernst verbindet. Leider kamen wir erst während des letzten Liedes an, so dass wir von diesem Teil der Veranstaltung nicht berichten können.

Rodgau Monotones
Um kurz nach 21 Uhr betraten die Rodgau Monotones die Bühne und einige Musiker durften an diesem Abend sogar Doppelschichten schieben. Ali Neander wird später am Abend noch bei Glashaus auf der Bühne stehen und der Glashaus-Drummer durfte schon bei den Rodgaus mitmachen. (weiterlesen …)

Frankfurt, Das Bett, 23.09.2005

An Electrocoustic Evening with Niels Frevert

Foto: Thomas SteinFRANKFURT (tms) - Niels Frevert, Niels Frevert? Wer war das noch gleich? Anfang der 90er gab es eine Bewegung, die von der Musikpresse die "Hamburger Schule" genannt wurde. Vorreiter dieser Bewegung waren Selig und knapp dahinter kam immer die "nationalgalerie", obwohl mir die letztgenannte Band immer besser gefallen hatte. Dies lag vor allem an den brillianten Texten von Niels Frevert und die beiden Alben (1993: indiana / 1995: meskalin) liefen in den Jahren immer auf Heavy Rotation.

Nach der nationalgaliere begann Niels Frevert solo mit dem Album "Niels Frevert" 1997 und in 2003 folgte dann das zweite Soloalbum "Seltsam öffne mich". Diese Umstände führen dazu, dass er ein ordentliches Repertoire auf Lager hat, aus dem er schöpfen kann.

Gegen 22:00 hieß es dann: "Licht aus – Spot an!" Bewaffnet mit einer cremefarbenen Fender Telecaster betrat Niels die Bühne und dies war auch die komplette Instrumentierung des Abends (in Anlehnung an das Bootleg des legendären Auftritts von Johnny Thunders in der Batschkapp 1990 ist auch der Titel des Artikels entstanden). Als Opener spielte er gleich "Seltsam öffne mich", den gleichnamigen Titel zu seinem letzten Album. Von Anfang an waren das Herz und die Leidenschaft, mit der Niels Musik macht und spielt, zu spüren und dies kam auch beim Publikum an. (weiterlesen …)

Frankfurt, Jahrhunderthalle, 11.06.2005

FRANKFURT (tms) - Der Konzertabend begann gleich so richtig lecker. Vor dem Eingang zur Jahrhunderthalle begrüßte uns gleich mal ein Kotzfleck mitten auf dem Vorplatz. Das war auf jeden Fall ein Indiz dafür, dass es sich um ein Rockkonzert handeln muss. Es kann aber auch sein, dass das jüngere Publikum es im Vorfeld schon übertrieben hatte.

Vor dem Konzert überlegte ich noch, ob ich die Digitalkamera mitnehmen sollte oder nicht, da vor ein paar Wochen die Kontrollen bei Alanis in der Jahrhunderthalle ziemlich gründlich waren und ich dieses Mal mit leichtem Gepäck ohne Jacke unterwegs war. Die ganzen Gedanken verflüchtigten sich aber direkt vor dem Einlass, denn scheinbar waren wir um 20:00 Uhr wohl schon recht spät dran und so wurden wir ohne Kontrolle einfach durchgewunken. Drinnen hörten wir schon, dass die Vorgruppe „Madsen“ schon am spielen war. (weiterlesen …)

Frankfurt, Festhalle, 30.05.2005

FRANKFURT (tms) - Diesen Konzertbericht muss ich leider mal wieder mit etwas organisatorischem Anfangen. Da wird Karten für den 1. Rang hatten und dazu noch „freie Platzwahl“ wollten/mussten wir pünktlich zum Gates Open um 18:30 Uhr an der Festhalle sein. Wegen der Parkplatzsuche hat sich das etwas verzögert, aber da Y.T. schon vor uns dort war und auch schon in der Halle war, konnten wir es dann doch wesentlich entspannter angehen lassen. Trotzdem waren wir auch schon so gegen 18:45 Uhr in der Festhalle, nachdem selbst ich über die meisten drübergucken konnte, die beim Security Check in der Schlange vor mir standen. Dass es bei diesem Konzert das Publikum ziemlich jung werden würde, war zu erwarten und mittlerweile würde man auch schon fast in die Fraktion der Erziehungsberechtigten passen. (weiterlesen …)

Frankfurt, Jahrhunderthalle, 25.04.2005

Alanis - PlaylistFRANKFURT (tms) – Lang, lang ist es her, dass ich Alanis Morissette zuletzt live in concert gesehen habe. Das war bei ihrer ersten Tour am 28.03.1996 in der Hugenottenhalle. In der Zwischenzeit sind drei weitere Alben erschienen und die Hallen sind immer größer geworden. Bei ihrem letzten Gastspiel in Frankfurt in der Festhalle war ich leider verhindert, aber jetzt war ich dort und auch die Halle ist wieder kleiner geworden. Mir kam es sehr entgegen, dass sie dieses Jahr in die Jahrhunderthalle statt in die Festhalle gekommen ist (liegt wahrscheinlich auch an den immer weiter steigenden Ticketpreisen und lieber in der vollen Jahrhunderthalle spielen als wie die Corrs in einer zum Drittel gefüllten Festhalle).

Von der Vorgruppe habe ich mal wieder nichts mitbekommen, aber ein willkommener Service in der Jahrhunderthalle sind die kleinen TV-Monitore, die im Parterre in den Bars im Regal stehen und das Bild der Totalen vom Konzertsaal senden. Somit konnte man unten gemütlich beisammen stehen und wusste, dass man vom Konzert nichts verpasst.

Als dann die Vorgruppe fertig war und die Umbaupause schon längere Zeit lief, gingen wir langsam mal nach oben. Dort hatten wir aber auch noch mehr Zeit als erwartet und erst so um Viertel nach neun herum: Licht aus, Spot an! (weiterlesen …)