Saturday, 31. July 2010

Frankfurt, Opernplatz, 11.07.2007
Avril Lavigne @ Frankfurt, Opernplatz, 11.07.2007Foto: Thomas Stein

FRANKFURT (tms) – Vor Ort sprach eine Sprecherin vom Sponsor der Opern Air-Konzertreihe FFH von 4.500 Besuchern und in der Presse war nach dem Konzert die Rede von 3.000 Besuchern. Die tatsächliche Besucherzahl wird wohl irgendwo dazwischen gelegen haben, aber reichte definitiv nicht an die Kapazitätsgrenze von über 5.000 Besuchern heran.

Mit ihren ersten beiden Alben „Let go“ und „Under my skin“ schickte sich Avril Lavigne an, Rock eine neue Note zu verpassen, doch der aktuellen Longplayer „The Best Damn Thing“ zielt scheinbar auf ein eher jüngeres Publikum ab. Viele der Songs könnten sich durchaus auf Soundtracks zu Tennie-Klamotten wie „American Pie“ oder „Legally Blonde“ wieder finden.

Einst als Rock-Göre und Gegenpol zu Plastik-Stars wie Britney Spears oder Christina Aguilera angetreten, geriet ihre Show ähnlich wie bei Pink in die Fänge der amerikanischen Unterhaltungsindustrie. Diese Vorstellungen sind nicht zwangsläufig deckungsgleich mit denen des hiesigen Publikums und somit war es auch nicht verwunderlich, dass der Opernplatz nicht ausverkauft war und man die Gefahr lief, in größere Drängeleien zu geraten. (weiterlesen…)

Frankfurt, Batschkapp, 04.07.2007
Modest Mouse @ Frankfurt, Batschkapp, 04.07.2007Foto: Thomas Stein

FRANKFURT (tms) – Die Vorzeichen waren gar nicht so schlecht. Draußen war die Tageshöchsttemperatur kleiner als 20°C und somit keimte ein wenig Hoffnung auf, dass es in der Batschkapp nicht allzu heiß werden würde. Soweit die Theorie – in der Praxis hat sich die altehrwürdige und ausverkaufte Batschkapp erneut als Sauna präsentiert.

Modest Mouse zählen nicht zu den hippesten Bands und im Rahmen der Seatlle-/Grunge-Welle hatten sie nie den Sprung ganz nach oben geschafft. Dazu ist Bandleader und Sänger Issac Brook nicht der charismatische Typ wie z.B. Villa Valo, der sich z.B. auch bei TV-Sendungen wie „Viva La Bam“ in Szene zu setzen weiß.

Für viele Besucher war womöglich ein Grund, das Konzert zu besuchen, dass sie den kongenialen Musikpartner von Morrissey aus den The Smiths-Zeiten, Johnny Marr, live erleben wollten. Eben jener ist während der Aufnahmen zum aktuellen Album „We were dead before the ship even sank“ als neues Mitglied der Band beigetreten und verschaffte Modest Mouse somit auf einen Schlag ein neues Publikum und viele Kritiker schlugen bei dem Album Purzelbäume. (weiterlesen…)

Frankfurt, Jahrhunderthalle, 28.06.2007

FRANKFURT (tms) – Am Donnerstagabend pilgerten fast 5.000 Fans in die ausverkaufte Frankfurter Jahrhunderthalle, um die Herren Molko & Co. von Placebo zu sehen. Auf den Zeitplan in der Halle ist Verlass und mit minimaler Verspätung kam die Band die um kurz nach neun Uhr auf die Bühne und schon peitschten die ersten Gitarrenklänge durch das Rund.

Die erste Viertelstunde war durch die Lieder des aktuellen Albums „Meds“ geprägt. Den Beginn machte die Singleauskopplung „Infra-Red“ gefolgt von „Because I want you“ und dem Titelsong „Meds“. Zu „Soulmates“ holte Brian Molko eine Frau im Clownskostüm aus den vorderen Reihen auf die Bühne, die während des Liedes jonglieren wollte. Diese Kleinkunsteinlage schlug allerdings fehl. Vielleicht lag es ihren Jonglierfähigkeiten oder der Aufregung – man weiß es nicht und schließlich war es Rockkonzert, bei dem andere Dinge im Vordergrund stehen. (weiterlesen…)

Frankfurt, Commerzbank-Arena, 13.06.2007
The Rolling Stones @ Frankfurt, Commerzbank-Arena, 13.06.2007Foto: Thomas Stein

FRANKFURT (tms) – 17 Jahre und 22 Tage sind vergangen seit die Rolling Stones das letzte Mal in Frankfurt gastierten. Damals hieß das Stadion noch Waldstadion und nicht Commerzbank-Arena. Alle waren damals noch ein wenig jünger und an einen bestuhlten Innenraum wagte niemand überhaupt nur zu denken. In der Zwischenzeit sind gerade einmal drei Studioalben entstanden und die Tour zu ihrem letzten Werk „A bigger bang“ befindet sich im dritten und letzten Jahr.

Bei einem Stadionkonzert gehört zu dem Erlebnis neben der Musik an sich auch das gesamte Drumherum. Im Vorfeld des Konzertes konnte man sich frei nach Thomas Gottschalk die Frage stellen: „What happened to Rock’n’Roll?“ Zunächst gab es im Vorverkauf nur Sitzplätze, aber nachdem dieser vermutlich wegen der hohen Eintrittspreise sehr schleppend lief. Vielleicht lag das auch an der zeitgleich in Frankfurtstattfindenden JP Morgan Chase Corporate Challenge, bei der sicherlich einige potentielle Besucher waren. Ein Woche vor dem Konzert wurde bekannt geben, dass die Bühne innerhalb des Stadions gedreht und dadurch auch die Kapazität verringert wurde. Durch diese Maßnahme waren die Fans nun näher an den „Rock-Dinos“, aber mussten dafür auch Schlangestehen beim an den Tickettausch-Ständen in Kauf nehmen. Außerdem entstand durch die neue Bühnenposition auch die Möglichkeit einen der Stehblöcke zu nutzen, um die vielfach geforderten Stehplätze anbieten zu können. (weiterlesen…)

Frankfurt, Commerzbank-Arena, 05.06.2007

FRANKFURT (tms) – Da die Rolling Stones letztes Jahr ihr Konzert in der Commerzbank-Arena abgesagt hatten, wurde die Ehre des ersten Rockkonzertes in diesem Stadion nicht irgendwelchen internationalen Starts sondern einem der wenigen deutschen Superstars zu teil. In das alte Waldstadion hätten ein paar tausend Leute mehr gepasst, aber durch den Umbau wurde große Nachfrage kurzerhand mit zwei Konzerten befriedigt.

40.000 Fans haben am Dienstag den Weg in die Arena gefunden. Obwohl es erst 20:15 Uhr war, wurde eine riesige Uhr auf die Bühnenrückwand projiziert, die passend zum neuen Album „Zwölf“ fünf vor Zwölf anzeigte und den Countdown zum Konzertbeginn einläutete. Die Sonne schien noch durch ins weite Rund und ohne großes Tamtam kam Herbert Grönemeyer auf den Steg, der fast bis in die Mitte der Arena reichte, entlang gelaufen. Dort nahm er einem Flügel Platz und begann mit „Leb in meiner Welt“. Während des Songs merkte er schon öfters an, dass das Klavier kaputt sei. Anstatt im Programm einfach weiter zu machen, ging er auf die Bühne und spielte den Song noch einmal, aber dieses Mal mit einem funktionierenden Klavier. (weiterlesen…)

Frankfurt, Batschkapp, 19.05.2007
Evan Dando von The Lemonheads  @ Frankfurt, Batschkapp, 19.05.2007Foto: Thomas Stein

FRANKFURT (tms) – Dreizehn Jahre ist es her, dass ich die Lemonheads das letzte Mal gesehen habe und das Tour-Shirt von damals existiert noch heute – wie auch das Shirt verblasste mit der Zeit auch der Glanz und Glamour der Band. Manche Sachen blieben über die Jahre auch konstant und so gibt es zwar die Lemonheads wieder, aber das bedeutet lediglich, dass sich Sänger Evan Dando wie früher auch schon einfach neue Begleitmusiker gesucht hat.

Da das Konzert an einem Samstag stattfand und an diesem Wochentag in der Batschkapp später noch die übliche Diskoveranstaltung sein sollte, wurde im Vorfeld darauf hingewiesen, dass Konzertbeginn mit der Vorgruppe um 19:45 Uhr sein sollte. Nach der üblichen Zeitrechnung hätten dann die Lemonheads gegen halb neun auf der Bühne stehen sollte. In der Praxis sah dies aber gänzlich anders aus und die Vorgruppe „The Icarus Line“ begann erst um 20:35 Uhr.

Da laut Forenberichten Evan Dando erst sehr spät aus Holland angereist kam, durfte die Vorgruppe statt der üblichen 30 Min. fast 45 Min. spielen. Um 21:35 Uhr – also ungefähr im Zeitplan eines „normalen“ und nicht früh beginnenden Konzertes – kamen die Lemonheads auf die Bühne. Zunächst wurde sich aber erst einmal orientiert und Evan Dando überprüfte seine Gitarre. Alles sehr unspektakulär und ebenso plötzlich setzte die Musik ein. (weiterlesen…)

Frankfurt, Mousonturm, 16.04.2007

FRANKFURT/MAINZ (th/tms) – Es ist die ausgiebige Abschiedstournee der Blumfelds – keiner mag das so recht wahrhaben, aber trotzdem sind die Konzerte ausverkauft, die Stimmung gespannt, aber trotzdem fröhlich, immerhin geben sich die Herren noch einmal die Ehre, und so versprach der Abend Unterhaltung auf höchstem Niveau… und hielt das auch ein.

Wer kam, um eine ausführliche Erklärung der Trennung oder Informationen über die Zukunft der einzelnen Bandmitglieder zu erhalten wurde ebenso enttäuscht wie der, der damit rechnete, dass sich hier in Selbstmitleid gesuhlt wurde. Weder auf Seiten des Publikums, noch auf der Bühne gab es diese Tendenzen. Im Gegenteil: Es sah für den unbeteiligten Beobachter wie ein ganz normales Konzert aus. Mit ausgesprochen guter Stimmung. Einzig die Länge des Konzertes und die Zusammenstellung der Setlist könnten ein Indiz dafür gewesen sein, dass es kein gewöhnlicher Abend war. (weiterlesen…)

Frankfurt, Sinkkasten, 11.03.2007
Jael von Lunik @ Frankfurt, Sinkkasten, 11.03.2007Foto: Thomas Stein

FRANKFURT (tms) – Im Herbst erschien ihr viertes Studioalbum „Preparing to leave“ und nachdem die Schweizer Popband mit diesem Album im Herbst und Winter ihr Heimatland betourt und -tört haben, folgte die von vielen Fans erwartet Deutschlandtournee. Nach 2005 traten sie wieder im Frankfurter Sinkkasten auf und obwohl das Konzert nicht ausverkauft war, waren mehr Besucher als beim letzten Mal anwesend. Die Fangemeinde steigt und wird weiter steigen…

Andere Bands spielen eine Intro- bzw. Einlaufmusik von Band, doch Lunik macht das einfach selbst. Nach dieser fast vierminutigen Einleitung seitens Luk, Jacob, Cedi und Chrigel gesellte sich auch Frontfrau Jael auf der Bühne dazu und nahtlos ging es in „Bad timing“ über. Anschließend folgte der typische Begrüßungssatz: „Wir sind Lunik aus der Schweiz.“ Bis jetzt habe ich die Band nur in Deutschland gesehen, aber ohne dieses schon quasi Markenzeichen würde bei einem Konzert etwas fehlen.

Nach der Begrüßung kam die obligatorische Aufforderung, dass man Lunik Konzerte auch im Stehen genießen kann. Die Kinositze um die Tanzfläche sind aber auch bequem. Außerdem erklärte Sängerin Jael, dass sie am Vortag einen schweren Asthmaanfall hatte und daher sich über jede Zigarette freue, die nicht geraucht wird. Das Publikum konnte schon einmal für das geplante Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden üben und dieser Wunsch wurde auch überwiegend respektiert. (weiterlesen…)

Frankfurt, Jahrhunderthalle, 10.03.2007

FRANKFURT (tms) – Mit Änderungen ist das so eine Sache: Die eine begrüßen sie, die anderen bewahren lieber das Alte. Es gibt Fans der ersten beiden Alben, die mit dem aktuellen Longplayer „Loose“ nicht mehr viel anfangen können und sich die „alte Nelly“ zurückwünschen. Im Rahmen der „Folkore-Tour“ erklärte sie, dass sie kurze, aber gute, Konzerte spiele. Wie die Musik hat sich auch die Einstellung geändert – anstatt knapp unter 1 1/2 Stunden dauern Konzerte jetzt fast zwei Stunden. Aber auch diese längere Spieldauer vergeht wie im Flug.

Dies liegt auch daran, dass sie auf zahlreiche Top10-Singles und einen Fundus aus mittlerweile drei Alben zurückgreifen kann. Wer also mit dem neuen Album nicht sonderlich vertraut war, kannte den Großteil des Songs aus Radio und TV, da sich ein Hit an den nächsten reihte. (weiterlesen…)

Frankfurt, Cooky's, 29.01.2007
Fotos @ Frankfurt, Cooky's, 29.01.2007Foto: Thomas Stein

FRANKFURT (tms) – Früh, zu früh, war ich vor dem Cooky’s. Der Einlass hatte noch gar nicht begonnen und auf der Straße warteten fast ausschließlich weibliche Teenager. Erste Zweifel kamen in mir auf und ich fragte mich, worauf ich mich da eingelassen hatte? Das ältere Publikum kam einfach ein wenig später und am Ende war auch die Mischung innerhalb der Zuhörer so, wie ich sie für ein amtliches Rockkonzert erwartet hatte.

Die Vorgruppe "Porous" machte einen soliden Job und anschließend bauten Fotos selbst ihre Instrumente auf, da auf Grund der Größe der Bühne alles komplett umgebaut werden musste. Um kurz vor elf hatte das Warten ein Ende und Fotos begannen das Konzert.

Gleich als zweites Lied spielten sie „Komm zurück“ und damit war die Kontaktbogen für den Abend entwickelt: Rock pur, der schnörkellos nach vorne treibt. Wie schon auf der CD neigt der energiegeladene Gesang von Tom Hessler ins Hysterische zu gelangen. Trotzdem stolpern und fallen die Songs nicht nach vorne über, sondern werden immer durch eine Melodie und den nächsten Liedteil gerettet bzw. aufgefangen. (weiterlesen…)