Wednesday, 10. March 2010

Neu-Isenburg, Hugenottenhalle, 16.05.2009
Foto: Thomas Stein

Für den Samstagabend gab es gestern zwei musikalische Alternativen. Im Fernsehen lief der Eurovision Song Contest und in der Hugenottenhalle spielte Christina Stürmer. Im Klartext heißt das: Skurrile Musikdarbietungen aus ganz Europa, der tausendste Aufguss von „osteuropäische Folklore meets Sex-Appeal und Dancefloor“ und sehr häufig „Germany: Zero Points“ gegen solid Rockmusik.

Im Vergleich zu 2007, als Christina noch in der (deutlich größeren) Phoenixhalle in Mainz auftrat, wurden gestern in der Hugenottenhalle kleine Brötchen gebacken. Zum einen ist die Halle kleiner und zum anderen war der hintere Teil unter der Galerie abgetrennt. Trotzdem müssten geschätzt 1500 Personen dort gewesen sein und das Altersspektrum ging von Kindern bis zum Altrocker, der attestieren musste, dass „die richtig geil abgehen“ und es richtig gute Musik ist. Dieses Treffen der Generationen zeigte mal wieder wie gut jung und alt gemeinsam feiern können. (weiterlesen…)

Mainz, Phönixhalle, 25.02.2007
Christina Stürmer @ Mainz, Phönixhalle, 25.02.2007Foto: Thomas Stein

MAINZ (tms) – Castingshows genießen hierzulande nicht besten Ruf und die Halbwertzeit der Gewinner sinkt von Staffel zu Staffel. Christina Stürmer war zwar auch Teilnehmerin an einer Castingshow in Österreich, aber als Zweitplatzierte musste nicht mit Staffelende eine Produkt in den Regalen stehen und stattdessen konnte sie von Anfang an ihre Musik machen. Der Erfolg gibt ihr Recht und wegen der großen Nachfrage wurde ihr Konzert von der Centralstation in Darmstadt in die mehr als doppelt so große Phönixhalle in Mainz verlegt, in der diesen Winter auch Bands wie Silbermond oder Juli gastierten.

Mit einem Konzert, das nur um wenige Minuten die zwei Stunden Marke verfehlte, begeisterte sie die 2500 Fans in Mainz und lieferte ein sehr abwechselungsreiches Konzert ab. Durch ihren massiven Einsatz in den Musiksendern und im Radio, könnte man meinen, dass sie vor allem ein jüngeres Publikum ansprechen würde. Weit gefehlt. Der Altersdurchschnitt war eher in den späten Zwanzigern anzusiedeln und ausgelassen feierten Jung und Alt gemeinsam. In den vorderen Reihen feierten auch Eltern, die wahrscheinlich in den 70ern schon Led Zeppelin oder die Rolling Stones live gesehen haben, gemeinsam mit ihren Kindern ausgelassen das Konzert. (weiterlesen…)

Berlin, Postbahnhof, 26.10.2005

BERLIN (cb) - Dieser Konzertbesuch war von mir nicht 100%ig geplant, sondern kam mehr oder weniger begünstigt durch ein gewisses Internet-Auktionshaus. Jetzt im Nachhinein kann ich sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat und dass ich es nicht hätte missen wollen. Konnte dann auch noch eine Freundin überzeugen mitzukommen, die ebenfalls nicht enttäuscht wurde.

Gegen 19:25 begann der Einlass in die Location bzw. deren Vorraum. Von dort wurde dann umgehend die Tür zum eigentlichen Konzert-Raum geöffnet und das aus fast allen Altersklassen bunt gemischte Publikum konnte reinströmen. Dieser füllte sich recht schnell, so dass es überpünktlich mit dem Support Act Marlon losgehen konnte. Hatte ihn zu Anfang gar nicht erkannt, aber nach seiner Vorstellung konnte ich ihn einordnen. So wirklich überzeugen konnte er die Menschen nicht, was zum großen Teil auch an seinem Auftreten lag. Er spulte sein Programm ab, wies hin und wieder ein wenig lustlos auf seine kommenden Neuerscheinungen hin und verschwand wieder. Sicher, singen kann Marlon, nur die Performance hätte besser sein können. Aber für die Vorband sind wir ja nicht gekommen. (weiterlesen…)