Hannover, capitol, 28.09.2006
von Steffen Giering am Donnerstag, 5. Oktober 2006

Foto: Steffen Giering
HANNOVER (mop) – Bei bescheidenen 20°C am lauen Donnerstagabend stand an der roten Ampel vorm Schwarzen Bär ein Kleinbus, gefüllt mit alternativen Jugendlichen. Doch was da aus dem Kleinbus dröhnte, machte schon ein wenig Angst. Da sangen die doch glattweg über die Verabschiedung der Logik. Ist die Jugend denn jetzt völlig durch den Wind?
Nun gut, die Passanten in gediegenem Alter denken sich ihren Teil und gehen kopfschüttelnd weiter.
Doch der eingefleischte Musikliebhaber kennt den Text natürlich. Klar, das waren diese 5 Jungen aus den Wendland, diese Atomkraftgegner, wie hießen sie denn nur!?
Klar, da kann es nur eine Band geben. Wenn dann auch noch hunderte Jugendliche, mit dem Therapeuten an der Hand, durch Hannover flitzen, ist es wieder soweit.
Madsen ist in der Stadt und will die nächste Location stürmen. Im vergangenem Jahr eroberten sie ja bereits das Musikzentrum und in der AWD Hall rockten sie als Support von Wir sind Helden. (weiterlesen…)
Offenbach, Capitol, 07.05.2006

von
Thomas Stein am
Samstag, 13. Mai 2006

Foto: Thomas Stein
OFFENBACH/FRANKFURT (tms) – "Heiß, heißer, Silbermond!" Unter diesem Motto stand die Show der Silbermonde im restlos ausverkauften Capitol in Offenbach. Zwei Stunden lang galt die von der Band selbst herausgegebene Parole: Spaß haben und eine gute Zeit verbringen! Die Playlist umfasste eine ausgewogene Mischung aus ihrem Debüt-Album "Verschwende Deine Zeit" und dem neu zu präsentierenden Nummer Eins-Album "Laut gedacht", dessen Lieder auch schon in der Studioversion wesentlich rockiger klingen, als die ihres Erstlingswerkes. Dennoch legen Silbermond bei Konzerten noch einmal eine Schippe nach und sie haben nicht umsonst den Comet 2005 in der Kategorie "Bester Live Act" gewonnen.
Um kurz vor neun wurde es dunkel in der Halle und man sah nur einen großen weißen Vorhang, der die Bühne verdeckte. Nach und nach wurden verschiedene Motive darauf projiziert und die Band nutzte die Zeit, um sich dahinter zu versammeln. Sängerin Stefanie Kloß stand dabei auf Schlagzeughöhe, leuchtete mit einer Lampe von hinten an den Vorhang und fragte in die Halle „Ist da draußen irgendjemand?“. Der Vorhang fiel und das Publikum bekam, wie es ein Freund so schön kommentierte, "gleich voll auf die Ohren". (weiterlesen…)
Offenbach, Capitol, 10.10.2005
von Thomas Stein am Dienstag, 11. Oktober 2005

Foto: Thomas Stein
FRANKFURT/OFFENBACH (tms) - Während ihr 2003er Album "Storm" noch sehr ruhig, besinnlich und getragen war, klingt Heahter Nova auf ihrem 2005er Album "Redbird" doch wieder wesentlich fröhlicher und poppiger, was aber nicht mit oberflächlich gleich zu setzen ist. Eben mit jenem Album ist sie nach ein paar Open Air Auftritten im Sommer auf ausgeprägter Hallentournee. Gestern gastierte die hübsche 38jährige, die in 2004 ihr erstes Kind (Sebastian) zur Welt brache, im Offenbacher Capitol.
Im Gepäck hatte sie eine gelungene Mischung, die vor allem aus dem neuen Album "Redbird", dem Vorgängeralbum "Storm" und ihren beiden Erfolgsalben "Siren" (21 Wochen in den deutschen Charts) und "Oyster" (18 Wochen in den deutschen Charts) stammte. Die ersten beiden Lieder "Redbird" und "Heart and Shoulder", die eher im Mid- bis Uptempo-Bereich anzusiedeln sind, gaben gleich die Richtung für den Abend vor. Dieser sollte im ganzen "rockiger" werden als erwartet und bei Heather Nova auch schon live erlebt. Den letzten Ton von "Heart and Shoulder" zog sie so lang und sang dabei immer höher, dass er fast Glas zum Splittern gebracht hätte.
Nur ein paar Lieder später folgte mit "Walk this world" eines ihrer bekanntesten Lieder und das Offenbacher Publikum klatschte zum ersten Mal kollektiv im Takt, was bei Heather Nova durchaus nicht üblich war. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sprang der Funke von der Bühne ins Publikum über und ihre faszinierend schönen Stimme zog alle in ihren Bann. Dies spiegelte sich auch darin wieder, dass im Vorraum bei der Gastronomie während des gesamten Konzertes so gut wie niemand zu sehen war und Personen den Konzertsaal nur verlassen haben, wenn es unbedingt nötig war. (weiterlesen…)