Frankfurt, Batschkapp, 02.03.2009
von Thomas Stein am Dienstag, 3. März 2009
Als letzten Herbst Robyn als Support für Madonna in Frankfurt war, wurde ihr nicht viel Aufmerksamkeit entgegen gebracht, denn als sie auftrat, füllte sich das Waldstadion noch. Ganz anders sollte es nun bei ihrer Clubtour sein. Zuerst war das Konzert für das Nachtleben angesetzt und wegen der großen Nachfrage in die mehr als doppelt so große Batschkapp verlegt. Obwohl es noch Tickets an der Abendkasse gab, war die Batschkapp sehr gut gefüllt, ohne zur Sardinendose zu werden, wie es bei ausverkauften Konzerten gerne der Fall ist.
Nachdem in der Vorwoche die Konzerte in Hamburg und Berlin wegen Krankheit ausgefallen waren, war es in Frankfurt nun das Auftaktkonzert zu der ursprünglich fünf Konzerte umfassenden Clubtour. (weiterlesen…)
Frankfurt, Batschkapp, 25.04.2008
von Thomas Stein am Freitag, 9. Mai 2008
Eine Station von Zascha Moktans Clubtour war die Frankfurter Batschkapp. Damit kehrte die in Indien geborene und nun in Berlin lebende in die Region ihrer Jugend zurück. Kaum zu glauben ist dabei, dass die jetzige Soul- und Popsängerin früher in der Punk- und Rockszene zu Hause war. Aber so schließt sich auch in gewisser Weise der Kreis zu Batschkapp, die auch eher für die härteren Töne bekannt ist.
Seit dem letzten Jahr und ihrem Auftritt beim SWR3 New Pop Festival lief mir der Name Zascha Moktan immer wieder über den Weg und das Feuilleton feierte sie als die neue deutsche Soulstimme, obwohl ihr Album noch gar nicht erschienen war. Ihre Referenzen lassen sich aber auch nur allzu gut lesen: Für Craig David war sie Support in Deutschland und in Amerika tourte sie schon mit Alica Keys oder John Legend. (weiterlesen…)
Frankfurt, Batschkapp, 23.04.2008
von Thomas Stein am Dienstag, 6. Mai 2008
Ende letzten Jahres fand bis auf zwei Unplugged-Konzerte die ansonsten übliche Weihnachtstournee nicht statt. Stattdessen war die Band im Studio und hat an ihrem sechsten Studioalbum gearbeitet. „VI“ erschien am Freitag vor dem Konzert und nach Jahren der Abstinenz gastierten Die Happy zum Tourauftakt wieder einmal in der Frankfurter Batschkapp.
Spannung und Vorfreude waren groß, denn an diesem Abend würde es die Antworten auf alle offenen Fragen geben: Wie viele Lieder vom neuen Album werden gespielt? Welche alten Lieder blieben der Setlist erhalten? Wie werden die neuen Lieder beim Publikum ankommen? (weiterlesen…)
Frankfurt, Batschkapp, 04.07.2007

von
Thomas Stein am
Montag, 23. Juli 2007

Foto: Thomas Stein
FRANKFURT (tms) – Die Vorzeichen waren gar nicht so schlecht. Draußen war die Tageshöchsttemperatur kleiner als 20°C und somit keimte ein wenig Hoffnung auf, dass es in der Batschkapp nicht allzu heiß werden würde. Soweit die Theorie – in der Praxis hat sich die altehrwürdige und ausverkaufte Batschkapp erneut als Sauna präsentiert.
Modest Mouse zählen nicht zu den hippesten Bands und im Rahmen der Seatlle-/Grunge-Welle hatten sie nie den Sprung ganz nach oben geschafft. Dazu ist Bandleader und Sänger Issac Brook nicht der charismatische Typ wie z.B. Villa Valo, der sich z.B. auch bei TV-Sendungen wie „Viva La Bam“ in Szene zu setzen weiß.
Für viele Besucher war womöglich ein Grund, das Konzert zu besuchen, dass sie den kongenialen Musikpartner von Morrissey aus den The Smiths-Zeiten, Johnny Marr, live erleben wollten. Eben jener ist während der Aufnahmen zum aktuellen Album „We were dead before the ship even sank“ als neues Mitglied der Band beigetreten und verschaffte Modest Mouse somit auf einen Schlag ein neues Publikum und viele Kritiker schlugen bei dem Album Purzelbäume. (weiterlesen…)
Frankfurt, Batschkapp, 19.05.2007
von Thomas Stein am Dienstag, 22. Mai 2007

Foto: Thomas Stein
FRANKFURT (tms) – Dreizehn Jahre ist es her, dass ich die Lemonheads das letzte Mal gesehen habe und das Tour-Shirt von damals existiert noch heute – wie auch das Shirt verblasste mit der Zeit auch der Glanz und Glamour der Band. Manche Sachen blieben über die Jahre auch konstant und so gibt es zwar die Lemonheads wieder, aber das bedeutet lediglich, dass sich Sänger Evan Dando wie früher auch schon einfach neue Begleitmusiker gesucht hat.
Da das Konzert an einem Samstag stattfand und an diesem Wochentag in der Batschkapp später noch die übliche Diskoveranstaltung sein sollte, wurde im Vorfeld darauf hingewiesen, dass Konzertbeginn mit der Vorgruppe um 19:45 Uhr sein sollte. Nach der üblichen Zeitrechnung hätten dann die Lemonheads gegen halb neun auf der Bühne stehen sollte. In der Praxis sah dies aber gänzlich anders aus und die Vorgruppe „The Icarus Line“ begann erst um 20:35 Uhr.
Da laut Forenberichten Evan Dando erst sehr spät aus Holland angereist kam, durfte die Vorgruppe statt der üblichen 30 Min. fast 45 Min. spielen. Um 21:35 Uhr – also ungefähr im Zeitplan eines „normalen“ und nicht früh beginnenden Konzertes – kamen die Lemonheads auf die Bühne. Zunächst wurde sich aber erst einmal orientiert und Evan Dando überprüfte seine Gitarre. Alles sehr unspektakulär und ebenso plötzlich setzte die Musik ein. (weiterlesen…)
Berlin, Kalkscheune, 19.02.2006

von
LoneReviewer.de am
Sonntag, 5. März 2006

Foto: Thomas Stein
Nachdem die Fans gut an- und aufgeheizt sowie auf- und angeheitert waren und zusehends unruhiger wurden, betrat die Band mit etwas Verspätung dann endlich 21:20 Uhr die Bühne.
Die bekannten Stammmusiker von den bisherigen fünf Studioalben zwängten sich auf der kleinen Bühne zwischen den mitgebrachten Gerätschaften hindurch an ihre mittlerweile so vertrauten Arbeitsplätze. Robert "Robban" Qwarforth setzte sich an die Keyboards & Hammond Orgel, Thomas Axelsson schnallte sich den Bass um, Peter "Korre" Korhonen nahm hinter dem Schlagzeug Platz und Lars "Lasse" Halapi stand als Fels in der Brandung mit der ersten seiner Gitarren als Chefdirigent am linken Bühnenrand. Nachdem diese Hürde der Sortierung genommen war (und ein kurzer Blick nach rechts erfolgte), war die Szenerie vorbereitet und es konnte schon losgehen. Dem Schutz ihrer Männer gewiss, betrat alsdann Sophie Zelmani die Bühne (mit einem Buch, welches ich als ihre Songtexte interpretierte, falls sie diese spontan vergessen sollte). Das war der erste kritische Moment, denn es gab selbstverständlich Szenenapplaus bei ihrem Auftritt, bei dem ich erst mal die Luft anhielt. Achtung: Reheffekt! (weiterlesen…)