Saturday, 31. July 2010

Darmstadt, Centralstation, 06.11.2007

FRANKFURT (tms) – Erzählt man Freunden davon, dass man zu einem New Model Army Konzert, ist die typische Reaktion: „Ach, die gibt es noch?“ Ja, das tun sie und sie spielen nicht bei irgendwelchen Oldie-Festivals sondern eigene Tourneen, die nach wie vor gut besucht sind. Gestern war die Centralstation nicht ganz so überfüllt wie bei dem Konzert vor zwei Jahren, aber dennoch sehr gut besucht.

Zwei Drittel des ihres aktuellen Longplayers „High“ fand den Weg auf die Setlist des Konzertes und ist ein weiterer Beleg dafür, dass New Model Army noch weit von einer Best of-Tournee entfernt sind. Die neuen Songs wurden durchaus gut angenommen, aber erwartungsgemäß waren die Smash-Hits aus den 80ern die Stimmungshöhepunkte des Konzertes.

Außer den Songtiteln erzählt Sänger Justin Sullivan nicht viel zwischen den Liedern, doch mit einem gewissen Schuss Selbstironie titulierte er die Band vor dem zweiten Song als „Inselaffen“. Trotzdem oder gerade deswegen mögen wir die Army und für britische Künstler jenseits von MTV- und formatradio-kompatibler Musik ist Deutschland ein gutes Pflaster. Mesh haben ihre Live-DVD in Krefeld aufgenommen die NMA werden ihr jährliches Weihnachtskonzert in Köln spielen.

Der Anfang des Konzertes war vor allem durch neuere Lieder geprägt, die Stimmung war gut, aber restlos hatte die Band das Publikum noch nicht erreicht. Dazu bedurfte es dann „Get me out“ und schon war der Funke übergesprungen. Die mitklatschenden Reihen gingen weiter nach hinten als zuvor und auch ein spaßiges, aber nicht asoziales, Pogo-Grüppchen bildete sich.

Bei „Purity“ war es endlich soweit, dass Fans auf den Schultern saßen und die Musik mit den Armen untermalten. Ein wenig hatte ich vermisst, dass dieses Mal niemand statt zu sitzen auf den Schultern stand, aber das ist nur ein minimaler Schönheitsmakel. Die Party ging mit „Bad Old World“, „Wired“ (einem der temporeichsten Lieder vom neuen Album) weiter und „225“ bildete den Abschluss vor der Zugabe.

Bis zu diesem Zeitpunkt folgte das Programm fast 1:1 den Setlists der vorherigen Konzerte und die Wundertüte des Konzertes war, welche Songs respektive alte Hits würden als Zugabe kommen? Die „Poison Street“ war der erste Song der Zugabe und darauf folgte mit „Vagabonds“ einer der größten Hits der Band. Schon während des Intros wurde der Song erkannt und entsprechender Jubel brandete auf. Nun waren bis in den letzten Winkel der Centralstation die Hände in der Höhe, es wurde lauthals mitgesungen und der Höhepunkt des Abends erreicht.

Obwohl der „Wonderful way to go“ das Ende der ersten Zugabe bedeutete, gab es mit „I love the world“ noch eine zweite Zugabe. Schweißgebadet verließ die Band endgültig die Bühne und das Publikum den Konzertsaal. Das Konzert war wieder einmal ein Beweis dafür, wie kurzweilig ca. 100 Minuten sein können.

Wir sehen uns aber bestimmt wieder…

Setlist:
1. Rumour & Rapture
2. Bloodsports
3. Island
4. Into the Wind
5. Breathing
6. Rivers
7. The Hunt
8. Get me out
9. Before I get old
10. One of the chosen
11. High
12. No Rest
13. All consuming fire
14. Purity
15. Bad Old World
16. Wired
17. 225
Zugabe #1:
18. Poison Street
19. Vagabonds
20. Wonderful way to go
Zugabe #2:
21. I love the world

2 Kommentare zu New Model Army
RTC am 18.11.2007 um 00:41 Uhr

Stimmt, hier die Setlist vom Münchenkonzert (1.11.07) war: Rumour & Rapture 1650 / Bloodsports / Island / Into The Wind / Breathing / Rivers / The Hunt / Get Me Out / Before I Get Old / One Of The Chosen / High / Here Comes The War / No Mirror, No Shadow / Purity / Bad Old World / Wired / 225 // Poison Street / Vagabonds / Wonderful Way To Go / Green And Grey

Reh am 18.12.2007 um 21:07 Uhr

08.11.2007 – Bremen, Modernes (Setlist von der Bühne geklaut:)
Vanity
Bloodsports
Island
Into the Wind
Breathing
Rivers
The Hunt
Get me Out
BIGO
Chosen
High
War
No Mirror
Purity
Bad old World
Wired
225
Zugaben fehlen. Ich war auch zu voll am Ende.

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