Friday, 24. May 2013

Mainz, Volkspark, 06.07.2007
Eva Briegel von Juli @ Mainz, Zeltfestival, Volkspark, 06.07.2007Foto: Thomas Stein

MAINZ (tms) – Das Mainzer Zeltfestival gehört im Sommer zu den Veranstaltungsreihen der gehobenen Sorte. Dabei reicht das musikalische Spektrum von Jazz über Blues bis hin zu Pop und Rock. Am 06. Juli 2007 standen nun die Gießener Band Juli und die Berner Band Lunik auf dem Spielplan.

Juli hatten vor zwei Jahren schon einmal einen Versuch unternommen, auf dem Zeltfestival zu spielen, doch dieses Unterfangen wurde damals durch die große Nachfrage nach Konzertkarten verhindert und das Konzert kurzerhand auf das Messegelände verlegt. Diesen Sommer aber verlief alles planmäßig und der Auftritt fand im Zelt statt.

Eröffnet wurde der Konzertabend durch die Schweizer Band „Lunik“ um die charismatische Frontfrau Jael. Im Frühjahr noch auf eigener Tour durch Deutschland, begleiteten Sie Juli bei zwei Konzerten in diesem Sommer. Da sich die Bands von einer gemeinsamen Österreich-Tournee kannten, durften Lunik eine Dreiviertelstunde lang das Publikum für die (fast noch) Lokalmatadoren eröffnen. War Frontfrau Jael auf der eigenen Tour im Frühjahr noch gesundheitlich etwas angeschlagen, tat es nun gut, sie wieder in voller Aktion auf der Bühne zu erleben.

Ihre Setlist wurde von den Liedern zum aktuellen Album „Preparing to leave“ dominiert. Es wurde zwar mit „Other side“ tief im Archiv gegraben und traditionell war „Through your eyes“ das letzte Lied, dennoch hätte die Band ein paar Kracher wie „The most beautiful song“ oder „You won’t stop me“ im Repertoire, die sich bei einem (fast) Open Air besser geeignet hätten, um neue Fans zu gewinnen. Verständlich ist auch, dass sie die beiden Singelauskopplungen „Little bit“ und „Life is all around you“ aus dem aktuellen Album im Programm hatten. Den meisten Anwesenden war die Band bis dato noch unbekannt, aber in der Umbaupause konnte man im Zelt lauter positive Äußerungen mithören.

Um 22 Uhr müssen die Konzerte beim Zeltfestival vorüber sein und wie wir von anderen Berichten zur Ein neuer Tag-Tour hier auf der Seite wissen dauert die Show der Julis ziemlich genau 90 Minuten. Somit musste ihr Auftritt um 20:30 Uhr beginnen, was er selbstverständlich auch tat.

Ein Konzert im Zelt hat den Vorteil, dass man nicht warten muss bis es dunkel wird, damit alle Lichteffekte zur Geltung kommen. Da es auch nur zwei relativ schmale Eingänge gab, durch die Licht ins Innere fallen konnte, war es beim Konzert sogar noch dunkler als in mancher Konzerthalle.

Auch später bei „Wer von euch“, wenn das Publikum mit sechs übergroßen Luftballons spielen darf, hatte das Zelt Vorteile gegenüber einer Halle. Die Decke ist weiter oben und im Vergleich zu „richtigen“ Freiluftveranstaltungen wehte auch der Wind die Ballone nicht so schnell beiseite. Von daher kreisten die Bälle bei diesem Konzert am höchsten und am längsten von allen Juli-Konzerten der aktuellen Tour über die wir berichtet haben.

Man merkte auch wieder, dass Juli mit dem Programm nun schon ein halbes Jahr landauf, landab unterwegs sind. Eine professionelle Routine hat sich eingestellt, aber dennoch vermitteln sie nicht den Eindruck, dass sie Konzerte spielen müssen. Stattdessen stelle sich eher eine gewisse Lockerheit ein, so dass auch Probleme mit dem Gitarrenkabel von Simon Triebel während …….3. Lied …. Niemanden mehr aus der Ruhe brachte. Die Freude und Spaß an der Musik war den fünfen deutlich anzusehen.

Desweiteren haben sich kleine Variationen in die Songs über die Zeit eingeschlichen. So heißt es am Ende von „Am besten sein“ nicht mehr „Wir wollen nicht die Besten sein“ sondern mittlerweile „Wir wollen nicht Bushido sein" und das Ende der „Perfekten Welle“ wird nun auf Englisch gesungen.

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