DUBLIN (tms) – Das Highlight des diesjährigen „Heineken Green Energy Festival“ im Innenhof des Dublin Castle war eindeutig das Konzert am Sonntag. Eröffnet wurde es von den Dubliner Alternative-Rockern „The Delorentos“ gefolgt von der irischen Folkgruppe „Kila“. Den krönenden Abschluss bei für irische Verhältnisse warmem Wetter bot der Auftritt von Sinead O’Connor. Hierzulande hat man nach ihrem Welthit „Nothing compares 2 U“ nicht mehr viel gehört, aber in Irland ist sie noch populär und vor allem bekannt für gute Live-Konzerte.
Der Innenhof des Dublin Castle war proppevoll und zur blauen Stunde begann sie das Konzert vor dieser malerischen Kulisse. Ihre Roots-Reggae-Phase hat sie hinter sich gelassen und zur Freude des Publikums spielte sie zunächst ältere Lieder. Eröffnet wurde das Konzert mit „The Emperors New Clothes“ gefolgt von „I Am Stretched On Your Grave“ und „Thief Of My Heart“. Es wurde mit „Never Get Old“ sogar noch tiefer ins Archiv gegriffen, denn der Song ist von ihrem Debütalbum „The Lion And The Cobra“.
Wenn schon alte Songs gespielt werden, dann darf einer natürlich nicht fehlen. „I will play that songs shortly, so please don’t throw bottles at us“ beruhigte sie das Publikum. Vorher gab es aber noch zwei Songs von ihrem neuen Album „Theology“, das diesen Sommer erscheinen wird.
Der große Moment war gekommen und es folgte endlich „Nothing compares 2 U“. Das Publikum war begeistert und sang bis in die letzten Reihen mit. Gerade bei diesem Lied wurde deutlich, dass ihre Stimme nichts an Intensität und Kraft verloren hat und der Song immer noch durch Mark und Bein geht.
Was für ein stimmliches Organ sie hat kann man nun erahnen, wenn man beobachtet wie unglaublich weit sie teilweise das Mikrofon von ihrem Mund entfernt hält und trotzdem ihre lang gezogenen Töne noch zu hören sind.
Im weiteren Programm folgte Lieder aus ihren Alben „Sean Nos Nua“ und „Universal mother“. Bei „Mandika“, das ebenfalls aus ihrem Debütalbum stammt, forderte sie das Publikum zum Mitsingen auf und auf die irischen Fans war Verlass.
A capella folgten „My Love“ und „Fire On Babylon“. Bei „The Last Day Of Our Acquaintance“, das über ihren Ex-Mann ist, merkte sie, dass dieser auf der Bühne saß und Schlagzeug spielte. Beendet wurde das Konzert pünktlich um 22:30 Uhr und als letztes Lied spielte sie eine neue Version von „Rivers Of Babylon“.
Im Sommer wird sie auf einigen weiteren Festivals spielen, aber leider ist kein Termin in Deutschland dabei. Vielleicht kommt sie mit dem neuen Album auf eine eigene Tour – zu hoffen wäre es. Sie hat einfach eine einzigartige Stimme, die man immer wieder gerne hört.

