Saturday, 4. February 2012

Bad Nauheim, Eisstadion, 16.06.2006
Die Happy @ Eisstadion, Bad NauheimFoto: Thomas Stein

FRANKFURT/BAD NAUHEIM (tms) –Das Konzert von Die Happy am Freitagabend im Bad Nauheimer Eisstadion war das musikalische Highlight des 3. Jugendkirchentages der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in Bad Nauheim und Friedberg. Unterstützt wurde die Band von „Crushead“, „d:projekt“ und „Stillleben“ und trotz dieser Anzahl von Bands startete Die Happy nur mit zehn Minuten Verspätung.

Die Teilnehmer des Jugendkirchentages hatten automatisch Zutritt zu der Veranstaltung und darüber hinaus gingen Karten auch in den normalen Verkauf. Dies schien aber nur sehr wenigen bekannt gewesen zu sein, denn das Publikum bestand eigentlich ausschließlich aus den 13 bis 18Jährigen Jugendkirchtagsteilnehmern. Leider war das weite Oval des Bad Nauheimer Eisstadions nicht sonderlich gefüllt. Auf den Tribünen saßen nur vereinzelt Personen, aber im Innenraum versammelten sich ein paarhundert Jugendliche, die von Anfang an ordentlich für Stimmung sorgten und im Vergleich zu Hallenkonzerten nur die „Springerfraktion“ anwesend war. Eine kleinere Location wie die Batschkapp in Frankfurt wäre problemlos voll gewesen.

Die Happy, die sich oft und gerne sehr kritisch über die diversen Casting-Shows im Fernsehen äußerten, liegt die Förderung von jungen Bands, die selbst gemachte Musik spielen sehr am Herzen. In diesem Zusammenhang passt es, dass sie gestern vor einer Altersgruppe gespielt haben, die deutlich jünger als die üblichen Besucher bei ihren Konzerten war und sonst eher mit Boygroups und omnikompatibler Chartmusik in Verbindung gebracht wird.

Gegenüber einem normalen Tourkonzert war die Setlist etwas verkürzt. Während der 75 gespielten Minuten gab die Band alles und beschränkte sich auf die Songs, die erfahrungsgemäß live gut ankommen und für Partystimmung sorgen. In der ersten Konzerthälfte wurden mit „Bitter to better“, „Big big trouble“, „Perfect“ oder „Inside“ vor allem Songs aus dem aktuellen Album „Bitter to better“ gespielt.

Erst nach über der Hälfte des Konzertes spielten sie „Not that kind of girl“ und hier gab es den obligatorischen „ooh ooh“ Sing-Along-Teil. Nur durch eine Ansage zur Fußball Weltmeisterschaft und „I am“ getrennt überraschte die Band mit einem neuen Song aus dem im Herbst zu erwartenden neuen Longplayer. Dieser Vorgeschmack lässt einiges vom neuen Album erwarten und – obwohl das Lied bis dato allen unbekannt war – gab es zum Ende des Songs gleich die nächste animierte Möglichkeit mitzusingen. Mit „Goodbye“ und der anschließenden lokalisierten Version des Guns n’ Roses-Klassikers „Paradise City“ endete der erste Teil.

Der Zugabenblock wurde durch „Slow day“ eingeleitet. Thorsten bekannte sich als Keith Richards-Fan und gab seine Gesangseinlage bei einer Kurzversion von „Wonderwall“ von Oasis. Mit „Supersonic Speed“ wurde das für Die Happy Verhältnisse recht kurze Konzert beendet.

Nach dem Abpfiff posierten Marta, Ralph und Jürgen noch schnell vor dem Publikum, damit Thorsten das obligatorische Foto vom Publikum schießen konnte.

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