Saturday, 4. February 2012

Frankfurt, Festhalle, 19.03.2006

FRANKFURT (tms) – Exakt eine Woche nachdem Xavier Naidoo in Berlin den Echo als bester nationaler Künstler gewonnen hatte, kehrte der 34jährige Soul-Sänger an seine alte Wirkungsstätte zurück. Den Grundstein seiner Karriere legte die Zusammenarbeit mit dem Rödelheimer Plattenlabel 3p und schließlich 1997 die Single „Freisein“ von Sabrina Setlur, bei der er erstmals einem größeren Publikum vorgestellt wurde. Heute, nach fast 10 Jahren unermüdlichen Schaffens, haben sich die Vorzeichen gedreht. Die letzte Sabrina Setlur Tour wurde abgesagt und Xavier Naidoo füllt mit der „Du bist am Leben interessiert“-Tour die größten Hallen der Republik.

Wie schon bei anderen Stationen der Tournee, war auch in Frankfurt die Halle restlos ausverkauft, durch zwei Wellenbrecher im vorderen Bereich des Innenraums wurde das Publikum weiter nach hinten gedrückt als üblich. Da die Show fast drei Stunden lang war, begann sie pünktlich um 20 Uhr ohne Vorgruppe.

Während der Show nahm sich Xavier Naidoo die eine oder andere Auszeit und überließ seiner Entourage die Bühne. Es wurde gerappt, gescratcht und es gab eine sehr gute Beatbox-Einlage. Highlight dieser Exkurse war die Comedy-Predigt von Reverend Lucas – The Love Machine – zur Lage der Nation. Diese erinnerte doch stark an die Büttenreden aus der gerade vorüber gegangen Faschingssaison. Sympathiepunkte und Szenenapplaus erntete er mit dem Satz: „I have a dream. George W. Bush is captured by the CIA.“ Diese gesammelten Zwischeneinlagen kamen fast schon einer ins normale Programm integrierten Vorgruppe gleich, worauf diese natürlich bei solch einem Konzept viel mehr Aufmerksamkeit erhalten.

Nachdem im ersten Teil der Show Hits wie „Führ mich ans Licht“, „Tage und Stunden“ (feat. Bintia), „Zeilen aus Gold“ und die aktuelle Single „Dieser Weg“ mit anschließender Bandvorstellung gespielt wurden, fiel die Stimmung beim jugendlich dominierten, aber trotzdem auf keine Altersgruppe festgelegten Publikum in ein kleines Loch. Scheinbar waren viele vor allem wegen der souligen Popsongs dort und konnten mit den musikalischen Exkursen nicht allzu viel anfangen.

Während bei den ersten Liedern noch eine Videowand die Bühnenrückwand zierte und dort z. B. bei „Bist Du am Leben interessiert“ ein Video mit Ultraschall-Bildern lief, fiel sozusagen zum zweiten Teil der Show der Vorhang. Auf den selbstverständlich leeren Sitzreihen hinter der Bühne waren verschiedene Materialien angebracht, so dass das Licht der Scheinwerfer großflächig reflektiert wurde.

Bis dato machten auch nur die ersten Reihen Stimmung. Auf den Rängen blieben die Leute sitzen und im Innenraum ähnelte der hintere Teil einer Stehparty. Von jetzt an sollte sich aber die Stimmung bis zum Ende der Show kontinuierlich steigern, da es teilweise rockiger und auch den nicht so mit Xavier Naidoo vertrauten Konzertgängern mit z. B. „20.000 Meilen“ allseits bekanntes Liedgut präsentiert wurde. Nachdem das Publikum nun „eingefangen“ war, durfte es bei „Ich kenne nichts“ auch mitsingen und endlich waren auch die Hände weiter hinten in der Luft.

Der emotionalste Augenblick des Konzertes sollte „Abschied nehmen“ werden, dass er dem kürzlich verstorbenen Frankfurter DJ und Produzenten Mark Spoon widmete. Man konnte spüren wie ergriffen das Publikum war. Mit diesem ruhigen Moment wurde auch das reguläre Set beendet.

Es sollte aber noch lange nicht Schluss sein, denn es folgten noch zwei Zugabenblöcke. Eingeleitet durch „Sie sieht mich nicht“ wurde es dann bei „Und“ sogar richtig tanzbar. Das Ende der ersten Zugabe wurde mit einer Reggae-Version von „Bevor Du gehst“ eingeläutet.

Das furiose Finale und somit der zweite Zugabenblock bestand aus einer mit Dancebeats unterlegten Version von „Bist Du am Leben interessiert“, dem Klassiker aus den 3p-Zeiten „Seine Strassen“ und zu guter letzt „Was wir alleine nicht schaffen“. Man soll sprichwörtlich aufhören, wenn es am schönsten ist, und auf diesem Stimmungshoch endete das Konzert.

Leider wurde das Konzerterlebnis wieder einmal durch die schlechte Akustik der Festhalle getrübt. Die Beschallungsanlage war auch nicht übermäßig dimensioniert und somit war es in vielen Bereichen der Halle auch ohne Gehörschutz erträglich. Hoffentlich haben die Tontechniker aus dem Konzert ihre Schlüsse gezogen, so dass sie die Akustikprobleme beim Zusatzkonzert am 28.03.2006 besser im Griff haben.

5 Kommentare zu Xavier Naidoo
Thomas Stein am 21.03.2006 um 07:59 Uhr

Auch heute folgt wieder meine kleine Presseschau zum Konzert:

Frankfurter Rundschau:

http://www.fr-aktuell.de/fr_home/startseite/?cnt=830257&

Frankfurter Neue Presse:

http://www.rhein-main.net/sixcms/list.php?page=fnp2_news_article&id=2848804

Wiesbadener Tagblatt:

http://www.wiesbadener-kurier.de/feuilleton/objekt.php3?artikel_id=2315032

jule am 04.06.2006 um 14:42 Uhr

XAVIER NAIDOO IST EINFACH DER GEILSTE SOULSÄNGER DEN ES GIBT ICH WAR AUF SEINEM KONZERT IN FRANKFURT UND ER HAT MICH IN EINER KURZEN ZEIT ZUM WEINEN,LACHEN UND AUSRASTEN GEBRACHT ES WAR EINFACH NUR TOTAL KRASS GEIL

ER SOLL NOCH LANGE SO WEITER MACHEN !!!

moni ^^ am 13.06.2006 um 21:18 Uhr

omg xavier naidoo ist einfach hammergeil :)
seine stimme..sein aussehen..einfach toll der mann..ich liebe dich xavier..hehe :)

angie am 23.10.2006 um 11:46 Uhr

xavier naoidoo ist echt der beste !!!!er singt das was wir denken deshalb weiter xavier du bisr der beste !!!!

nata am 26.01.2007 um 21:16 Uhr

XAVIER IST GANZ EINFACH DER CHEF….KING….WEISS GAR NICHT WIE BETITTELN….WELTKLASSE ER STELLT ES IMMER WIEDER UNTER BEWEISS…MEGAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA….
ICH LIEBE DEINE LIEDER….

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