Saturday, 19. May 2012

Mainz, Rheingoldhalle, 23.11.2005

FRANKFURT/MAINZ (tms) – Pünktlich um 21 Uhr betraten die Helden zu „No more heroes“ von den Stranglers die Bühne der ausverkauften Rheingoldhalle, um das Publikum für gute eineinhalb Stunden wunderbar zu unterhalten. Das tolerante Mainzer Publikum nahm es der Band auch nicht übel, dass sie zunächst über Hessen redeten. Später bekamen sie aber noch die Kurve und fragten, ob sie noch ein paar Witze über die Frankfurter machen sollen.

Das Gespür für schöne und eingängliche Melodien, das die Helden schon auf Platte auszeichnen, transportieren sie auch in ihre Live-Show und es sorgt für einen immensen Spaßfaktor bei dem Konzert. Der Konzertgenuss wurde in der Rheingoldhalle leider durch den nicht so guten Sound an vielen Stellen der Halle getrübt und gerade das Gesprochene war teilweise nicht verständlich. Trotzdem steigerte sich die Stimmung von Lied zu Lied und gerade einige spontane Aktionen trugen ebenfalls dazu bei.

Sehr früh im Konzert wurde die aktuelle Single „Von hier an blind“ gespielt, bei der Judith das Publikum aufforderte, das gesamte Lied mitzusingen. Dies war fast unmöglich, da sie irgendwann das Lied auf (wahrscheinlich) japanisch weiter sang und das klang wirklich interessant. Während „Du erkennst mich nicht wieder“ änderte Judith eine Textzeile in „Rheinufer“ um, was nicht wirklich in den Takt gepasst hat und wiederum zu Lachanfällen sowohl auf der Bühne als auch im Publikum führte. Von da an kündigte sie immer jene Veränderung mit „jetzt“ an.

Gegen Mitte des Konzertes präsentierten die Helden ihre neu erungenen Blockflöten-Kenntnisse. Sie spielten einen Song der Housemartins und das Publikum sang so gut es ging mit. Diese Zeit wurde genutzt, um die Bühne umzubauen. Anschließend spielten sie in gepflegter Lagerfeuer-Romantik zunächst „Außer Dir“ mit Judith an der Gitarre, Jean mit der Quetschkommode, Mark an der Geige und Pola am Xylophon. In ähnlicher Instrumentierung begannen sie auch „Ist das so“, wechselten aber zur zweiten Hälfte des Lieder wieder zu ihren ursprünglichen Instrumenten.

Später im Konzert flog noch ein gelbes T-Shirt auf die Bühne, das die Band ziemlich lang beschäftigte. Es wanderte von Mark zu Pola, aber keiner der beiden wollte es anziehen. Stattdessen nutze Judith die Gelegenheit, um eine wunderbare Überleitung zu „Darf ich das behalten“ zu machen.

Während „Müssen nur wollen“ im Rahmen der Zugabe ließ sich die Band dann einfach gehen. Pola warf mehrere Drumsticks ins Publikum und Mark warf einfach ein paar Wasserflaschen hinterher. Die anderen der Band kriegten sich vor Lachen kaum noch ein. Somit hat das Konzert der Band hoffentlich ähnlich viel Spaß gemacht wie dem Publikum.

Highlights des Konzertes waren natürlich ihre Hits „Denkmal“ und „Müssen nur wollen“ bei dem das Publikum in der gesamten Rheingoldhalle mitklatsche und mitsprang. Außerdem wurde es durch mehrere Sing-along-Parts regelmäßig in die Show eingebunden und bei Laune gehalten.

Es war ein schöner Abend in Mainz und eine Show, die nicht nur die eingefleischten Helden-Fans begeistern kann/hat.

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