Saturday, 31. July 2010

Hannover, GIG, 05.11.2005

Einmal Mond und Zurück

Lunik @ GIG, HannoverFoto: Steffen Giering

HANNOVER (mop) - Mitten im Herzen Hannovers liegt die Location "GIG – Lindener Freiheit" eine sehr aussergewöhnliche Location. Von Aussen sieht es aus wie ein Altbau aus frühester Zeit und wenn man durch die Türe getreten ist,
muss man erstmal in das 2. Obergeschoss hoch. Im Eingangsbereich befand sich der Merchstand an dem fleissig gekauft werden konnte. Oben im eigentlichen "Konzertsaal" angekommen, war eine richtig chillige Clubatmosphäre. Circa zehn Leute waren schon da, einige mehr sollten es aber noch werden.

Der kleine Raum konnte maximal 250 Leute fassen und war bei Beginn mit gut 100 Leuten eigentlich mittelmässig besucht.

Die 4 Jungs betraten die Bühne und spielten den Opener "Sentimento". Auch Jael kam auf die Bühne und begann zu singen. In den Augen der Besucher waren funkelnde Sterne. Es gab wohl Keinen, der nicht mit auf die Reise zum Mond mit der Band ging.

"Einmal Mond und zurück…" heisst es bei den Sportfreunden Stiller, und Lunik schossen die Rakete aus Hannover gleich mit dem Song "Go on" ab. Mit "New Day" und "Waiting" wurde voller Schub voraus erreicht und während der "Summer's gone" erreichte man auch die Weiten des Weltalls. Die Besucher gingen verdammt gut mit. Die Stimmung der wenigen Besucher stand der von 1000 Besuchern in nichts nach.

Um aber den Vortrieb nicht abbrechen und weder Spass noch Gefühle abklingen zu lassen legten Jael und die Jungs mit "The most beautiful Song" nach. "Back up", "her Name" und "through your eyes" schafften es dann, soviel Energie von der Bühne zu bringen, das auch wirklich der Allerletzte in der kleinen Ecke neben der Bar mitmachte. Gerade auf der Rückseite des Mondes gelandet, stellte man fest, dass es doch recht kühl ist und damit kam "weather" also genau zum richtigen Zeitpunkt. Mit "You want stop me" legten die 5 einen Kracher auf dem Mond ab, der nicht zu fassen war. So rockig habe ich Lunik selten erlebt. Aber wer denkt, dass es damit genug ist, der kennt die treue Fangemeinde nicht.

Zugaben wurden gefordert und auch geleistet. Die Band strahlte eine Freude und Energie aus – einmalig! "Otherside" spielte Jacob alleine auf den Bass und Jael sang dazu. Sehr fein anzuhören. Bei "Rumour" war auch der Rest der Band wieder mit auf der Bühne und legte ein Feuerwerk hin, das sogar die Erdlinge es gesehen bzw. gehört haben müssen.

Bassläufe aller erster Sahne legte Jacob auch bei "Mastermind" hin. Drei Zugaben sollten reichen, doch die Leute gaben nicht auf, weitere Zugaben wurden eingefordert. Da liess sich die Band nicht lumpen und legte nach. "Prisoner" sollte den Abend dann endgültig beenden.

Abschliessend bleibt nur zu sagen, dass dieses Konzert sein Eintrittsgeld mehr als Wert war und Lunik wieder bewies, dass auch in den härtesten Kerlen ein weicher Kern steckt.

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