Saturday, 31. July 2010

Mainz, Messegelände, 05.07.2005

FRANKFURT/MAINZ (tms) - Nachdem das Juli Konzert im März in Neu-Isenburg ein sehr gutes Konzert war, stand fest, dass ich diese Band nicht zum letzten Mal gesehen habe. Im Anschluss an das Konzert habe ich die Tourdaten studiert und gesehen, dass sie in Mainz beim Zeltfestival spielen sollten. Selbstverständlich wurden sofort Karten für das Konzert gekauft.

Ziemlich lange vor dem Konzerttermin gingen im Internet Gerüchte umher, dass das Konzert vom Zeltfestival aus das Messegelände verlegt werden solle. Ungefähr vier Wochen vor dem Konzert kam dann auch ein Schreiben von der Kartenvorverkaufsstelle meines Vertrauens, dass das Konzert verlegt wurde.
Ebenfalls im Internet versuchte ich Informationen über das Messegelände zu bekommen, aber mehr als den Mainzer Stadtteil bekam ich nicht heraus (mittlerweile gibt es auch eine Homepage). Somit sollten die Julis die erste Band sein, die ein Open Air auf dem Gelände spielen.

In Mainz angekommen war das Messegelände nicht schwer zu finden, aber als Frankfurter stellt man sich unter Messe etwas anderes vor. Dort lag das Messegelände mitten auf der grünen Wiese und außer einem Kassenhäuschen gab es auch keine sonstigen Bauten. Neben dem eingezäunten Konzertplatz war lediglich ein Parkplatzareal angelegt.

Bei unserem Eintreffen spielte die erste Vorgruppe «Sofaplanet» schon. Vor einigen Jahren lief die Band ab und zu mit «Liebficken» öfters im Musikfernsehen, aber schienen sozusagen nur ein frühes deutschsprachiges One-Hit-Wonder gewesen zu sein. Von dem Auftritt bekamen wir allerdings nicht viel mit, da wir damit beschäftigt waren etwas für das leibliche Wohl zu tun.

Die zweite Vorgruppe war dann «Tele», die heutzutage einen höheren Bekanntheitsgrad genießen. Das Publikum vorne machte bei ihnen schon gut Stimmung, aber bei uns im hinteren Teil des Geländes, war die Aufmerksamkeit doch eher bei den privaten Unterhaltungen. Die fast uneingeschränkte Beachtung des Publikums hatte der Tele-Sänger aber, als er acapela reimte und dort die Situation des Konzertes und z.B. der Fressbuden in den Text einbaute.

Pünktlich um 21.00 Uhr betraten dann auch die Julis die Bühne. Wie schon in Mainz war «November» der Opener und das Publikum konnte noch ein wenig verschnaufen. Darauf folgte mein Lieblingspart beim Konzert: «Warum» und «Boxer»! Bei den beiden Liedern ist immer richtig was los im Publikum und selbst bis zu unserem Platz war wirklich eine perfekte Stimmung. Es wurde gehüpft, geklatscht, mitgesungen, gewippt – so muss ein Konzert sein.

Zwischenzeitlich gab es irgendwelche Probleme mit dem In-Ear-Monitoring, aber so schlimm wie bei A-ha beim Live8 (nur im TV gesehen) waren die Auswirkungen zum Glück nicht. Wie schon in Neu-Isenburg waren wohl wieder viele Freunde und Bekannte der Band mit dabei, da Giessen ja auch nicht so weit weg ist.

Wenn ich mich richtig erinnere hatte es tagsüber noch geregnet, aber pünktlich zum Nachmittag und Abend (sprich zum Konzert) klarte der Himmel auf und es gab während des Konzertes noch einen wunderbaren stimmungsvollen Sonnenuntergang (nur leider auf der gegenüberliegenden Seite der Bühne). Sehr eindrucksvolle Bilder davon sind auf esistjuli.de zu finden.

Juli spielten (wenn mir mein Gedächtnis keinen Strich durch die Rechnung macht) alle Titel von ihrem Debut-Album sowie die B-Seiten von «Perfekte Welle» und «Geile Zeit». Gegenüber dem Konzert in Neu-Isenburg war die Reihenfolge minimal variiert. Ich glaube sie spielten die aktuelle Single «Regen & Meer» sowie die Endlosversion der «Perfekten Welle» als zweite Zugabe und beendeten damit das Konzert.

Die Band hat wieder sehr gut und professionell aufgespielt und eines bleibt mir weiterhin ein Rätsel: Vielleicht liegt es am Unterschied zwischen Live und TV-Übertragung, aber ich hatte das Gefühl, dass wie schon in Neu-Isenburg Eva im Vergleich zum z.B. Bundesvision Song Contest oder Live8 wesentlich tonsicherer war. Somit hatten die (grob geschätzten) 6.000 Zuschauer in Mainz bestimmt ihren Spaß und sind auf ihre Kosten gekommen.

Wie schon nach dem Konzert in Neu-Isenburg steht eines fest: Das war nicht mein letztes Juli Konzert. Auch wenn ich gerade wieder auf ein Konzert rennen könnte, gönne ich der Band aber auch eine Live-Pause, damit die Arbeiten am zweiten Album vorangehen können. Dann gibt es hoffentlich auch den «Boxer » für den CD-Player.

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