Thursday, 11. March 2010

Frankfurt, Jahrhunderthalle, 11.06.2005

FRANKFURT (tms) - Der Konzertabend begann gleich so richtig lecker. Vor dem Eingang zur Jahrhunderthalle begrüßte uns gleich mal ein Kotzfleck mitten auf dem Vorplatz. Das war auf jeden Fall ein Indiz dafür, dass es sich um ein Rockkonzert handeln muss. Es kann aber auch sein, dass das jüngere Publikum es im Vorfeld schon übertrieben hatte.

Vor dem Konzert überlegte ich noch, ob ich die Digitalkamera mitnehmen sollte oder nicht, da vor ein paar Wochen die Kontrollen bei Alanis in der Jahrhunderthalle ziemlich gründlich waren und ich dieses Mal mit leichtem Gepäck ohne Jacke unterwegs war. Die ganzen Gedanken verflüchtigten sich aber direkt vor dem Einlass, denn scheinbar waren wir um 20:00 Uhr wohl schon recht spät dran und so wurden wir ohne Kontrolle einfach durchgewunken. Drinnen hörten wir schon, dass die Vorgruppe „Madsen“ schon am spielen war.

Dennoch machten wir es uns erstmal unten im Foyer gemütlich, denn durch die Monitore in den Bars, die ein Bild der Totalen aus dem Konzertsaal zeigen, verpasst man in der Jahrhunderthalle zum Glück nichts.

Gegen 21:00 Uhr machten wir uns dann auf den Weg in Richtung Konzertsaal, aber die Umbaupause dauerte dann doch länger als normalerweise üblich. Das Konzert ging dann schließlich mit 20minütiger Verspätung los. Avril und die Band gaben von Anfang an Vollgas und das Publikum war auch sofort zur Stelle. Manche Erziehungsberechtigten oder Freunde mussten schon ziemlich fit sein, denn eine ganze Menge Mädels ließ sich auf Schultern tragen und hielten es dort lange aus. Dadurch mussten wir zwar ab und zu unsere Position ein wenig wechseln, um wieder freie Sicht zur Bühne zu haben.

Avril war während des Konzertes, wenn sie nicht Gitarre spielte, permanent auf der Bühne unterwegs (eine Strophe auf der linken Seite, eine Strophe auf der rechten Seite und den Refrain auf der Monitorbox) so dass sie überall präsent war und wir sie ziemlich gut sehen konnten.

Erstmals bei einem Konzert habe ich auch die Einstellungen der Digitalkamera geändert und vom Automatikmodus in den manuellen Modus geschaltet. Dort habe ich alles auf dunkles Licht eingestellt und somit sind die Erinnerungsfotos, die somit erstmalig ohne Blitz gemacht wurden, eigentlich ganz passabel geworden.

Auch den Bühnenaufbau hatte ich so noch nicht gesehen. In der Mitte war wie nicht anders zu erwarten war das Schlagzeug und genau links und rechts davon waren jeweils vier Türme Gitarrenverstärker und –boxen aufgebaut.

„Losing grip“ war in meinen Augen ein sehr guter Opener, denn das das Intro des Liedes eignet sich sehr gut zum Einlaufen. Nach zwei oder drei Liedern (werde ich noch verifzieren, wenn ich die genaue Playlist habe) spielte sie mit „I always get“ gleich mal einen neuen Song, der mich ein wenig an alte Punk-Klassiker erinnerte. Darauf folgte „Things I’ll never say“ dessen Live-Version mir sehr gut gefallen hat und wesentlich besser war als auf dem Album. Generell klangen die Tracks beim Konzert rockiger als auf Platte. Ist ja auch nicht verwunderlich, aber dennoch finde ich es immer wieder gut, wenn es live nicht wie eine 1:1 Kopie aus dem Studio klingt.

So ungefähr in der Mitte des Konzertes setzte sie ein Highlight, das die Stimmung noch mal ein wenig steigen ließ, in dem sie „American Idiot“ von Green Day spielte. Coverversionen auf Konzerten sind ja nichts ungewöhnliches, aber dass so ein aktueller Hit gespielt wurde, daran kann ich mich jetzt nicht erinnern.

Danach habe ich leider zwei Lieder verpasst, denn nachdem ich mal austreten war (übrigens: In der Jahrhunderthalle gibt es oben an den Bars Beck’s, hatte ich unten nicht bekommen oder gesehen) hielt mich ein Fotograf auf, der in der Pförtnerloge saß und die Bilder vom Konzert an die Agenturen schicken wollte. Seine erste Frage war, wie man Avril Lavigne denn genau schreibt, denn er sei sich da nicht ganz sicher. Außerdem erklärte ich ihm, dass es in Frankfurt der Tourauftakt der Deutschlandkonzerte war und dass auf dem Ticket und der MLK Homepage „Bonez Tour 2005“ steht und nicht wie auf seiner Photoakkreditierung „Bonez Tour 2004/2005“. Ich konnte es mir dann auch nicht nehmen lassen, ihm noch ein wenig über die Schultern zu gucken, wie er die Bilder mit dem Photoshop bearbeitete und dann per UMTS-Card zur Agentur schickte. Mal sehen, welche Bilder ich davon in den Zeitungen und im Netz wieder erkenne. In diese Zeit muss leider das Piano-Set gefallen sein.

Als ich zurück in der Halle war folgten noch ein paar Lieder und dann verließ Avril zum ersten Mal die Bühne. Als Zugabe spielten sie zunächst den „Song #2“ von Blur, den der Gitarrist singen durfte und Avril spielte Drums. Das sieht immer wieder süß aus, wenn kleinwüchsige Mädels an den Drums sitzen (Shakira hat das bei der „Tour of the Mongoose“ in 2003 auch gemacht). Anschließend wurde als letztes Lied „Complicated“ gespielt und wenn das Publikum teilweise den Eindruck machte, auf eine zweite Zugabe zu hoffen, war mir aber schon klar, dass Schluss war.

Was ich oben natürlich ganz vergessen habe: Avril war bei dem Konzert ganz schön blond. So blond habe ich sie bis jetzt noch nicht gesehen. Auch die Kleidung war schlichter als ich erwartet hatte, denn sie trug einfach nur eine schwarze Hose und zunächst ein schwarzes Langarmshirt ohne Aufdruck. Später dann eine ärmellose Shirt-Kombination aus schwarz und weiß. Das konnte man aber von unserer Position nicht so genau erkennen, aber dazu werden bestimmt noch bessere Bilder im Netz auftauchen.

Getreu dem Motto: Das Beste zum Schluss muss noch erwähnt werden, dass Avril scheinbar gute Laune hatte und nicht krumm und schief gesungen hat. Bei ihr weiß man ja nie, was einen erwartet, denn bei vielen Shows, die man im TV sehen konnte, war ein getroffener Ton die Seltenheit. Zum Glück hat in Frankfurt alles gepasst.

Ich glaube, dass das Konzert gestern, das Konzert mit dem jüngsten Publikum war, auf dem ich in letzter Zeit war. Eigentlich kann ich mich an kein Konzert erinnern mit so vielen Kindern (nicht Jugendlichen). Trotzdem ließen sich dabei auch Schöne Szenen beobachten, wenn der Vater mit der Tochter (geschätzt: 30 und 10 Jahre alt) aufs Konzert geht und beide Spaß haben. Eine generationenübergreifende Veranstaltung.

Der ganze Konzertspaß war dann nach 72 Minuten auch schon wieder vorbei und Avril muss es eilig habt haben. In einem Internet Forum habe ich gelesen, dass sie wohl den neuen Abhau-Rekord in der Jahrhunderthalle aufgestellt hat. Sie soll schneller als Pink gewesen sein, die es innerhalb von vier Minuten nach Konzertende im Tourbus war.

Die doch recht kurze Spieldauer hat mich dazu verleitet, mal eine Konzertkennzahl zu errechnen: EURO / Konzertminute.

EURO/Konzertminute: 42,75 EUR / 72 Minuten = 0,59 EUR/Min.

Playlist:
(noch nicht in der richtigen Reihenfolge)
Losing grip
Unwanted
Happy Ending
Mobile
I always get
Things I'll
I'm with you
Who know's
Don't tell me
Take me away
He wasn't
American Idiot (Green Day-Cover)
Together
Forgotten
Tomorrow
Nobody's home
Sk8ter boi
– Zugabe –
Song #2 (Avril on Drums)
Complicated

2 Kommentare zu Avril Lavigne
Vanessa am 29.11.2006 um 13:26 Uhr

Man war das ein hammer konzert!!!!
Ich hatte eigentlich nicht vor hinzugehen, aber da eine Freundin von mir 2 Karten gewonnen hat und mich mitgenommen hat, bin ich eben hin und ich hab es keine sekunde lang bereut. avril hat einfach gerockt!! mehr kann man nicht sagen, es ist schwer mit worten zu beschreiben.

aber was ich total blöd fande war, dass das konzert nur etwas länger als ne stunde ging und von einer zugabe hab ich gar nichts mitbekommen =(

ich hoffe, dass avril bald wieder ein neues album rausbringt und eine tour plant! ich werde auf alle fälle dabei sein, egal wo :)

kim rockstroh am 05.07.2008 um 15:08 Uhr

also ich fand das konsert super gailoo naja ich war auch irgendwie froh als ich dann aus dieser brühenden hitze raus gekommen bin ,..,.,. das war mein erstes konsert und ich kann sagen das war der hammer!!
ich hoffe avril bringt wieder so geile albums raus =)

Schreibe einen Kommentar

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>